Kibbeh Arnabieh in weißem Teller angerichtet auf weißer Tischdecke.

Kibbeh Arnabieh | Fleischbällchen mit Tahini-Zitrus-Sauce aus Kitchen Impossible

Kitchen Impossible in Frankreich: Tim Mälzer tritt in dieser Folge gegen ein Duo an: Alexander Herrmann und Tobias Bätz. Beide schickt er nach Frankreich und lässt sie unabhängig voneinander traditionelle Gerichte kochen. Alexander Herrmann darf nach Paris ins Restaurant Tawlet zu Tara Habis und Kamal Muzawak um dort ein libanesisches Gericht zu kochen: Kibbeh Arnabieh – Fleischbällchen in Tahini-Zitrus-Sauce. Eine echte Herausforderung für Alexander Herrmann, der sich bei der Analyse merklich schwer tut: aus Rind wird Lamm, aus Tahini wird Joghurt – es ist aber auch wirklich schwer. Ganz ehrlich, selbst nachdem ich es selbst nachgekocht hatte, hätte ich die Zutaten nicht herausgeschmeckt.

Kebbeh oder Kibbeh – Aranabiye oder Arnabieh?

In der Sendung wird das Gericht als Kebbeh Aranabiye bezeichnet. Komischerweise konnte ich unter diesem Namen nichts finden. Nach etwas Recherche wusste ich dann auch warum: Das Gericht hat einen falschen Namen. Eigentlich heißen Kebbeh Kibbeh mit „i“ (es gibt auch ganz vereinzelt Schreibweisen mit „e“, die ich wohl eher als Tippfehler interpretieren würde) und Arnabieh statt Aranabiye. Die also korrekterweise bezeichneten Kibbeh Arnabieh sind eines der ältesten überlieferten, traditionellen Libanesischen Gerichte und kommen ursprünglich aus Beirut. Auch heute noch ist der Geschmack dieser außergewöhnlichen Sauce bei denjenigen beliebt ist, die authentische und traditionelle Küche schätzen. Der Name geht übrigens auf die frühere Verwendung von Blumenkohl im Gericht zurück. Außerdem wurden wohl früher sieben verschiedene Arten von Zitrusfrüchten für die Herstellung der Sauce genutzt. Ein festliches Gericht mit reichlich Zitrus-Aromen.

Kumquat oder Bitterorange?

Wenn man ganz genau hinhört fällt einem eine kleine Unstimmigkeit auf. Am Anfang, wenn Tara Habis erzählt, wie sie die Tahini-Zitrus-Sauce zubereitet spricht sie von Kumquat. Später, wenn Alexander in der Küche sich an der Sauce versucht sagt sie Orange amère, was Bitterorange bedeutet. Nachdem ich, auch nach viel Recherche, keinen Kumquat-Saft finden konnte, habe ich mich dazu entschieden der zweiten Frucht mehr Aufmerksamkeit zu schenken und mich für Bitterorangen-Saft entschieden. Diesen bekommt man in persischen oder arabischen Lebensmittelläden. In Nürnberg z.B. in der Tafelfeldstr. 51 in Omas Laden.

Kitchen Impossible Rezepte auf foodundco.de

Auf meinem Blog findet ihr schon über 100 Rezepte aus der beliebten Kochsendung – klickt Euch doch mal durch: Kitchen Impossible Rezepte

Rezepte aus Staffel 9, Folge 8

Aus Folge 8, in der Tim Mälzer gegen Alexander Herrmann und Tobias Bätz antritt, habe ich 2 Rezepte nachgekocht:

15 Rezepte aus Kitchen Impossible Staffel 9

  1. Kardinalschnitte
  2. Knoblauchsuppe
  3. Croquetas | Kroketten
  4. Arancine
  5. Yuzu-Tarte
  6. Moussaka
  7. Bauernsalat
  8. Khinkali
  9. Lettisches Graupenrisotto mit Schweinefleisch
  10. Franzbrötchen
  11. Nudeln mit Szechuan-Ragout
  12. Bao mit Pak-Choi-Shitake-Füllung
  13. Tarte Tatin nach Enzo Caressa
  14. Kibbeh Arnabieh
  15. Taiwan Mazesoba
Kibbeh Arnabieh | Fleischbällchen in Tahini-Zitrus-Sauce aus Kitchen Impossible
Kalorien: 600kcal

Zutaten

Für die geschmorten Zwiebeln:

  • 200 g weiße Zwiebeln
  • 20 ml Olivenöl

Für den Fond:

  • 300 g Mittelstück vom Rumpsteak
  • 300 ml Wasser
  • 50 g weiße Zwiebeln
  • 2 TL Pfeffer schwarz
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Lorbeerblatt

Für die Tahini-Zitrus-Sauce:

  • 200 g Tahini
  • 100 ml Zitronensaft
  • 150 ml Bitterorangensaft
  • 150 ml Orangensaft
  • 250 ml Fond
  • 1 TL weißer Pfeffer
  • 2 bis 4 TL Salz (nach Geschmack)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 Abrieb einer Zitrone
  • 2 TL Stärke, Sauce abbinden
  • 20 ml Wasser
  • 120 g Kichererbsen
  • Rumpsteak-Würfel

Für den Reis:

  • 50 g Suppennudeln
  • 20 ml Olivenöl
  • 300 g Basmati Reis
  • 1 Liter Wasser
  • 1 TL Salz

Für die Kibbeh, die Fleischbällchen:

  • 200 g Rumpsteak
  • 1 Eiswürfel
  • 200 Bulgur fein
  • 1 TL Pfeffer schwarz
  • 2 TL Salz

Außerdem:

  • 2 EL grob gehackte, glatte Petersilie

Zubereitung

  • Die angegebene Menge ergibt 4 bis 5 Portionen Kibbeh Arnabieh aus Kitchen Impossible.

Zwiebeln schmoren

  • Die weißen Zwiebeln in feine Ringe schneiden und mit Olivenöl in einen Topf geben. Bei niedriger Hitze langsam schwitzen, sodass sie keine Farbe bekommen.
  • Hinweis: Hat bei mir nicht so richtig gut geklappt, weil ich zu heiß gestartet habe. Ich hatte dann doch ein paar Röstaromen an den Zwiebeln, aber das war auch sehr lecker.

Fond

  • Für den Fond das Rumpsteak in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und halbieren. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Hitze ca. 30 Minuten köcheln.
  • Tipp: Das würde ich so auch nicht mehr machen. Rumpsteak zu kochen ist wirklich dekadent. Lieber den Fond aus Suppenfleisch kochen und die Rumpsteak-Würfel, wenn der Fond fertig ist, in diesem gar ziehen lassen. So verliert dann auch das Fleisch nicht seinen Geschmack.

Tahini-Zitrus-Sauce

  • Tahini, Zitronen-, Orangen- und Bitterorangensaft in einen Topf geben und gut verrühren. Fond, Pfeffer, Salz und Kurkuma hinzugeben. Eine Zitrone abreiben und zugeben. Stärke in 20 ml Wasser auflösen und unterrühren. Nun unter ständigem Rühren leicht köcheln. Dann die Kichererbsen, geschmorten Zwiebeln und die Fleischwürfel hinzugeben.

Reis

  • Die Suppennudeln im Öl goldbraun anrösten. Das gibt ein nussiges Aroma. Den Reis hinzugeben und mit Wasser aufgießen. Salz hinzugeben und für 5 Minuten sprudelnd kochen. Dann den Herd ausschalten, den Deckel auf den Topf legen und für 15 Minuten ziehen lassen. Der Reis sollte gar und luftig sein.

Kibbeh

  • Das Fleisch in Würfel schneiden und zusammen mit dem Eiswürfel in einen Häcksler geben. Solange pürieren, bis eine Farce bzw. glattes Brät entsteht. Den feinen Bulgur in einer Schüssel in kaltem Wasser waschen und ca. 3 Minuten einweichen lassen. Dann abgießen und im Sieb abtropfen lassen. Mit de Fleischbrät und den angegebenen Gewürzen gründlich verkneten und zu Kibbeh formen. Ich nutze dafür Handschuhe und feuchte den Finger an, um den ich die Fleischbällchen forme, damit ich in der Mitte ein Loch bekomme. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 240°C Umluft für 7 Minuten backen.
  • Tipp: Es kann nötig sein, die Masse während dem Formen nochmal anzufeuchten, weil der Bulgur Feuchtigkeit zieht. Dann einfach etwas Wasser hinzugeben und gründlich verkneten.
  • Tipp für Faule: Wer für das Formen keine Geduld hat, kann die Masse auch einfach ca. 1,5 cm dick auf ein Backblech streichen. Mit einem Messer dann rautenförmig einschneiden und so backen. Dann hat man keine runden Bällchen, dafür aber rautenförmige, flache Kibbeh.

Anrichten

  • Reis auf Teller verteilen. Darauf reichlich Sauce geben und die Kibbeh dekorativ anrichten. Mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

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Lasst es Euch schmecken, eure Tina.

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9 Kommentare zu „Kibbeh Arnabieh | Fleischbällchen mit Tahini-Zitrus-Sauce aus Kitchen Impossible“

  1. 5 Sterne
    Liebe Tina,
    das finde ich klasse, dass Du das Zitronen-Tahin-Reis-Rezept (und noch mit eigenen Erfahrungen) veröffentlichst. So kann ich es viel leichter nachkochen. Ich habe bisher nur den indischen Zitronenreis gemacht. Dies arabische Rezept ist ähnlich und doch ein bisschen anders, also eine Abwechslung! Nach dem Schauen von Kitchen impossible guckte ich im Internet nach dem Rezept, und siehe da, bei Dir wurde ich fündig. Vielen Dank!
    Gruß Sebastian

    1. Vielen Dank, dann habe ich es instinktiv richtig gemacht. Erst mit den Zwiebeln bekommt die Soße für mich die perfekte Abrundung. Sie schmeckt wunderbar. An den Kibbeh bin ich gerade dran. Viele Grüße

  2. 5 Sterne
    hallöchen, ich bin selber Koch und finde es sehr gut wie du das machst.
    da wollte ich dir Mal mein Respekt da lassen.
    weiter so ‍.

    mit freundlichen Grüßen
    Georg

  3. 5 Sterne
    Vielen Dank mal wieder für das klasse Rezept und das super schnelle Hochladen Auch deinen Tipp mit dem Suppenfleisch find ich super. Dachte mir auch schon beim Schauen der Folge, was das für eine Verwendung von einem guten Stück Fleisch ist, dass man das einfach so totkocht. An der Stelle sei übrigens gesagt, dass man beim Eintopf das Fleisch super weglassen kann. Generell kann man, wenn man vegetarisch/vegan unterwegs sein will, das Hack durch Weizenschrot ersetzen.

    Hab auch Rezepte gesehen, wo weder Bitterorange noch Kumquat verwendet wird, sondern stattdessen Mandarinensaft (leichter verfügbar oder selber hwrstellbar als Bitterorangensaft) und zusätzlich sogar Granatapfelsaft (wobei letzterer die Farbe des Gerichts stark verändert).

    PS zu deinem Kommentar zum Namen des Gerichts: Das mit der Schreibweise ist immer so eine Sache bei der Umschreibung arabischer/persischer/hebräischer Wörter. Kurze Vokale werden dort idR nicht ausgeschrieben und können oft verschrieben interpretiert werden ebenso wie die Endung. Hab schon die Schreibweise Kubba, Kebbeh, Kebbe und Kibbeh gesehen. Aranabiye statt Arnabieh ist aber definitiv ein Typo seitens der Redaktion.

    1. Lieben Dank für deinen Kommentar Max,
      die Variante mit Granatapfel-Saft habe ich auch gesehen. Hübsch finde ich die Farbe dann aber nicht mehr *lacht*
      Die Schreibweise der Kibbeh muss ich glaub ich nochmal etwas genauer recherchieren, wenn es da so viele Varianten gibt.
      Viele Grüße, Tina

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