Island im Winter | Reisebericht

Island ist wirklich ein besonderes Land. Hier leben nur knapp 400.000 Menschen, weniger als in Nürnberg. In der Hauptstadt Reykjavík leben davon 1/3, damit ist Reykjavík nach deutschen Maßstäben eher ein Städtchen. Außerhalb der Stadt kann man unwirkliche Landschaften entdecken: Lavafelder, tiefblaues Wasser an schwarzen Stränden und Geothermal-Gebiete in denen es aus der Erde raucht, qualmt und blubbert. Island ist ein Land der Gegensätze. In Reykjavík kann man wunderbar essen – von leckeren Bäckereien, über nette Cafés bis hin zu Fine Dining ist alles möglich und wir testen auch wirklich alles: In Reykjavík gibt es zwei Restaurants, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet sind: DILL und OX – wir essen in beiden, probieren uns auch sonst durch die Isländische Kulinarik und ich nehme Dich in meinem Reisebericht mit auf unsere Reise nach Island im Winter – landschaftlich und kulinarisch.

Inhalt

  • Essen in Reykjavík und Umgebung
  • Allgemeines
  • Einkaufen in Reykjavík
    • Halgrimskirkja & Regenbogenstraße
    • Fischer Parfümerie
    • Thorvaldsens Bazar
    • Kaolin Keramik
    • Supermärkte: Bonus & Kronan
  • Unterwegs in Reykjavík
    • Sun Voyager
    • Jazz Konzert im Hotel Holt
    • Museum Perlan
  • Halbinsel Snaefellsnes
    • Gerduberg Klippe | Basaltsäulen aus erstarrter Lava
    • Ytri Tonga
    • Budakirkja | Die Kirche von Budir
    • Ljomalind
    • Stykkisholmur
    • Restaurant Sjávarpakkhúsid in Stykkisholmur
    • Aurora Borealis | Polarlichter
  • Geothermalbecken Seltún auf der Halbinsel Reykjanes
  • Golden Circle
    • Thingvellir Nationalpark
    • Geysir
    • Gulfoss Wasserfall
    • Kerdur Krater
    • Tomatenfarm Fridheimar
  • Südisland
    • Geothermal Bakery Fontana in Laugarvatn
    • Kaffi Krus in Selfoss
    • Varma | Geothermal Restaurant in Hveragerdi
    • Nothernlights Viewing Point in Reykjavík
Unter der Jacke 4 Schichten und ein Schal, auf dem Kopf Mütze und Kapuze, Handschuhe – trotzdem ist mir praktisch immer kalt! *lacht
Eine Straße durch die Schneelandschaft… diese sind wir gefahren.

Essen in Reykjavík

Wir probieren in Island allerlei Essen – von Bäckerei bis Sterneküche. Es gibt viele, die sich hier selbst versorgen und im Supermarkt einkaufen. Das haben wir nur an einem Tag gemacht, an dem wir geplant hatten mit dem Auto viele km zu machen. Weil wir nicht genau wussten, wann wir hier dann Gelegenheiten zum Essen bekommen, haben wir vorgesorgt. Ansonsten haben wir von Hot Dog, über Bort aus heißer Quelle bis hin zum 20-Gänge-Sterne-Menü alles ausprobiert.

* DILL

Das DILL ist eines von zwei Michelin dotierten Restaurants in Reykjavík. Weil das Essen so besonders war, habe ich einen separaten Blogpost für dieses Restaurant geschrieben. Du findest alle Infos und Bilder zum Abend im DILL hier Restaurant DILL | Reykjavík

* ÓX

Das OX ist das zweite der beiden Michelin dotierten Restaurants. Weil auch hier das Essen und ganz speziell die Atmosphäre so besonders ist, gibt es auch hierfür einen separaten Blogpost. Du findest alle Bilder über den Abend hier Restaurant OX | Reykjavík

Gewürzkuchen mit Schokoladenbuttercreme auf weißem Keramiktablett
Gewürzkuchen aus dem ÓX

Im ÓX wird ein Kuchen von Thrainns Großmutter zum Dessert serviert, dessen Rezept ich bekomme. Ich habe den Kuchen natürlich nachgebacken. Das Rezept gibts hier Gewürzkuchen aus dem ÓX | Grandma Kristjana`s Cake

Restaurant TIDES

An unserem ersten Abend in Reykjavik gehen wir ins TIDES. Das moderne Restaurant liegt direkt am Wasser, neben der Harpa, ist im Scandi Style eingerichtet und sehr schick. Die Servicekräfte – allesamt männlich – sehr aufmerksam und freundlich. Alle sprechen perfekt Englisch. Die Küche ist offen und man darf gerne nahe ran, durch die Glasscheibe den Holzkohlegrill betrachten oder ums Eck herum linsen und direkt mit den Köchen sprechen, die am Pass arbeiten. Das machen wir natürlich – einfach spannend!

Das Essen im TIDES ist isländisch geprägt, es gibt eine Auswahl von köstlichem, frischen Fisch und lokalem Fleisch wie z.B. Lamm. Wir essen eine Fisherman´s Soup mit verschiedenen Fischen und Muscheln und dann noch Kroketten mit Hummer und Garnelen, schwarzem Knoblauch und Wasabi zur Vorspeise.

Zum Hauptgang genießen wir gegrillten Wandersaibling mit knuspriger Haut, dazu über Kohle gegrillten Pak Choi, Mango-Salsa, Chimi Churri und Pastinakenpüree – einfach köstlich.

Zum süßen Abschluss bestellen wir uns Chocolate Fudge mit Karamellsauce, Passionsfrucht und Mango und Skyr-Eiscreme, letztere ist sehr typisch für Island. Das stille Wasser zum Essen ist inklusive und wird nicht extra berechnet – zu zweit zahlen wir für 2 Vorspeisen, 2 Hauptgerichte und ein Dessert zum Teilen knapp 200 €. Absolut angemessen für diese top Qualität und den großartigen Service.

Trinkgeld ist in Island übrigens unüblich, weil die Servicekräfte so gut bezahlt werden, dass es nicht nötig ist. Ich muss zugeben, für mich fühlt es sich trotzdem komisch an keines zu geben, aber wir halten uns an die Gepflogenheiten und lassen es.

Cafe Loki

Im ersten Stock des Cafe Loki schaut man direkt auf die Kirche Halgrimskirkja – bekannt ist das Cafe für seine traditionellen isländischen Gerichte. Wasser gibt es kostenlos am Tisch. Wir trinken zwei Tassen Tee, essen eine kleine Portion Lammsuppe (sehr lecker!!!) und das für das Cafe berühmte Eis aus Roggenbrot mit Sahne und Rhabarbersirup (fand ich nicht so spektakulär) – dafür zahlen wir knapp 50€ (Island halt). Unsere Gastgeberin Steinunn erzählte uns im Nachhinein, dass das Cafe Loki die beste Lammsuppe in Reykjavík anbietet. Wenn sie mit ihren Freundinnen wandern geht, packen sie sich Lunchboxen mit der Lammsuppe aus dem Cafe Loki ein.

SAEGREIFINN – Seabaron

Der kleine Imbiss am Hafen ist spezialisiert auf Meeresfrüchte und bekannt für seine köstliche Hummersuppe – serviert wird diese in einer großen Tasse, dazu gibts Baguette und gesalzene Butter (Preis ca. 18€). Diese Suppe ist ein Gedicht – ich hätte mich reinlegen können – neben Hummerfleisch habe ich Paprika und Staudensellerie als Zutaten in der Suppe erkannt. Außerdem kann man sich gegrillte Fischspieße (Preis ca. 15 bis 18€ pro Spieß) bestellen. Stilles Wasser gibt es kostenlos zur Selbstbedienung. Man kann innen oder außen sitzen – tolles Essen, eine unbedingte Empfehlung.

Dimon11 Restaurant

Lecker und lässige Restaurant-Bar, in der man Seafood, Burger oder loaded Fries essen kann. Wir probieren Letztere mit Pulled Lamb und Blaubeer-BBQ-Sauce – dazu gibts Meerrettich-Mayo – sehr lecker! Die Seafood Soup hat einen besonderen Clou: Karamellisierte weiße Schokoladenstückchen – diese geben der Suppe das gewisse Etwas. Die Seafood Pan wird mit geräucherten Karotten serviert und beinhaltet verschiedene Fische und Muscheln. Die Auswahl ist toll, das Essen sehr lecker und das Personal sehr nett und aufmerksam. Unbedingt reservieren, wenn ihr nicht erst um 20:30 Uhr Abendessen wollt.

Der beste Hot Dog der Stadt: Baejarins Beztu Pylsur Hot Dog

Wenn ihr in Reykjavik einen Hot Dog essen wollt und das müsst ihr hier tun, denn es ist das Streetfood No. 1 der Isländer, dann müsst ihr zu diesem Hot Dog Stand in Tryggvagata 1, 101 Reykjavík. Hier ist immer eine Schlange und das ist ja bekanntlich ein gutes Zeichen. Unsere Gastgeberin Steinunn hat uns diesen Hot Dog Stand wärmstens empfohlen und auch andere Gäste, denen sie davon erzählt hatte, schwärmten beim Frühstück von diesem Hot Dog und ganz besonders von dem leckeren Senf – spannend: Die Hot Dogs werden hier in Island mit Lammfleisch gemacht. In den Hot Dog mit allem kommt süßlicher Senf, Ketchup, eine typisch isländische Hot Dog Sauce, rohe Zwiebelwürfel und Röstzwiebeln. Ich bin kein Hot Dog Fan, aber mein Mann war begeistert.

Preislich ist der Hot Dog wohl das günstigste, was man hier essen kann. Ein Hot Dog mit allem kostet ca. 900 ISK – umgerechnet ca. 6 €.

Bäckerei BakaBaka

Die kleine Bäckerei liegt direkt auf dem Weg zur Halgrimskirka, kurz vor Beginn der Regenbogenstraße. Es gibt wirklich köstliches Gebäck – das Schokoladen-Mandelcroissant – ein Pain au Chocolat, wird noch zusätzlich mit einer süßen Mandelcreme gefüllt. Mächtig, sehr süß aber köstlich. Wir probieren außerdem noch ein traditonell isländisches Gebäck: KLEINA – ein Schmalzgebäck, das mit Kardamom und Zitrone gewürzt ist. Toll! Am Besten in das Cafe setzen, ein paar leckere Teilchen genießen und sich über kostenloses Wasser am Tisch freuen.

KLEINA

280 bakery

Dise Bäckerei war ein Tipp der Köche aus dem Restaurant DILL. Dort kaufen sie sich nämlich immer morgens ihr Frühstück – also mussten wir auch dort hin. Die Plunderteile sind köstlich, der Chocolate Chip Cookie mit Meersalz war mein Favorit und das herzhafte Kartoffelteilchen mit traditionellem Isländischen Käse und Bechamel-Sauce belegt ist der perfekte Mittagssnack. Einfach richtig lecker! Wir genießen unsere Teilchen direkt in der Bäckerei, wo man sich an einem kleinen Tresen am Fenster niederlassen kann.

Valdis Ice Cream

Am Hafen liegt die berühmte Eisdiele Valdis, in der es neben klassischen auch außergewöhnliche Eissorten zu entdecken gibt. Ob Regen, Schnee oder Eis – die Isländer essen immer Eiscreme. Die Preise sind saftig – für eine Kugel Eis, die zugegebenermaßen sehr groß ist, muss man mit ca. 6,50 € rechnen. Ich probiere Schokolade – es hätte aber auch salziges Lakrids, Butterpopkorn oder Bitterlemon Eis gegeben. Im Sommer soll es hier noch mehr und auch aussergewöhnlichere Sorten geben.

OMNOM Schokolade & Eis

Die Schokolade ist lecker und es gibt besondere Sorten wie z.B. Lakrdis oder gesalzenes Karamell. Das Eis ist aber zu teuer für das, was man geboten bekommt. Im Prinzip ist es nur Vanille-Softeis mit Toppings – langweilig, und das Geld wirklich nicht wert. Pluspunkt: Der Laden sieht hübsch aus, aber auch die Schokoladentafeln sind im Supermarkt günstiger als bei der Manufaktur direkt.

Allgemeines

Auto mieten

Wir haben bei Icerental4x4 gemietet, weil diese mit Abstand am günstigsten waren. Aber Achtung: Für die Vermietung braucht ihr zwingend eine physische Kreditkarte zum Vorlegen. Die digitale Version reicht nicht aus. Die Island Versicherung schließt ihr am Besten direkt vor Ort ab, alles was ihr hierzu vorher schon abgeschlossen habt zählt vor Ort nicht – im Zweifel zahlt ihr doppelt.

Seit dem 01.01.2026 gibt es außerdem eine Straßengebühr/Umweltsteuer, die pro Tag 1550 ISK beträgt – umgerechnet etwas mehr als 10 €.

Treasure Bed & Breakfast

Das älteste Gebäude in Reykjavík, welches früher eine Bäckerei war, macht seiner Geschichte alle Ehre. Die Gastgeberin Steinunn serviert zum Frühstück jeden Morgen frisch gebackenen Kuchen, Brötchen und Brot. Dazu gibts natürlich Skyr und andere traditionelle Produkte wie z.B. Lamm-Pastete oder geräuchertes Lamm auf Fladenbrot. Wir bleiben hier die ganze Woche, in der wir in Reykjavík sind und genießen es sehr. Steinunn ist unglaublich nett und zuvorkommend. Es fühlt sich hier an, als wäre man bei Freunden zu Besuch. Wirklich toll! Jeden Morgen bekommen wir beim Frühstück Tipps für den Tag oder Restaurants. Gold wert in einer Stadt, in der Angebot so groß ist!

Rezepte von Steinunn:

Isländisches Kümmelbrot aufgeschnitten auf Backpapier und gemustertem Tuch
Isländisches Kümmelbrot von Steinunn

Ich liebe Steinunns Kümmelbrot, das sie zum Frühstück gebacken hat und frage nach ihrem Rezept – zum Glück bekomme ich dieses und habe es in der Woche nach unserem Urlaub direkt Zuhause nachgebacken. Das Rezept findet ihr hier Isländisches Kümmelbrot.

Isländischer Zimtkuchen auf hellem Holzbrett.
Isländischer Zimtkuchen von Steinunn

Eines Morgen servierte Steinunn ihren Zimtkuchen und diesen fand ich so lecker, dass ich sie direkt nach ihrem Rezept frage. Zum Glück hat sie mir dieses verraten und so könnt auch ihr Euch über den Kuchen freuen – das Rezept findet ihr hier Isländischer Zimtkuchen von Steinunn

Einkaufen in Reykjavík

Wenn ihr auf der Suche nach kulinarischen Mitbringseln seid, solltet ihr es zuallererst in einem der Supermärkte probieren, denn hier sind die Preise deutlich geringer als in den kleinen Boutiquen, die in den „Fußgängerzonen“ (gibt es so eigentlich hier nicht, aber ihr wisst damit, was ich meine) liegen. Zugegebenermaßen sind die Boutiquen aber sehr sehenswert. Auf Grund des Wetters sind wir 3 Tage in Reykjavík „gefangen“. Auf Museum haben wir gerade keine Lust, deshalb bummeln wir durch die Stadt.

Halgrimskirka & Regenbogenstraße

Die Kirche ist eines der Wahrzeichen der Stadt, auf den Hügel hinauf führt die berühmte Regenbogenstraße vorbei an vielen kleinen Boutiquen in denen man handgemachte Keramik oder Schmuck, Souvenirs, Klamotten und vieles mehr kaufen kann.

Ketten sucht man hier vergebens, stattdessen ganz viele individuelle Shops, die sich auf Handwerk, Design und Klamotten spezialisiert haben. Vor allem Keramik ist in Island anscheinend ein Ding: Es ist üblich, dass sich mehrere Künstler einen Laden teilen. Das ist natürlich schön zu sehen, weil die Shops dadurch sehr vielseitig sind. Plant euch Zeit ein um die ganzen kleinen Geschäfte zu erleben – es gibt wirklich tolles Handwerk zu entdecken.

Fischer Parfümerie

In Fischersund 8, direkt neben unserer Unterkunft, findet sich eine kleine Boutique für in Island hergestellte Parfums einer kleinen Manufaktur. Unglaublich stylisch der Laden, die Flacons und die Düfte haben etwas Raues und Frisches. Wir probieren uns durch und entscheiden uns für ein Dreierlei – No. 8, No. 23 und No. 101 – in einer kleinen Zinndose, bei der man die Düfte selbst aus einer größeren Auswahl zusammenstellen kann. Außerdem kaufe ich noch ein festes Parfum, das ebenfalls in einer kleinen Zinndose, ähnlich wie ein Lippenbalsam, verkauft wird.

Im Laden selbst kann man im Keller einen Arbeitsplatz ala „Das Parfum“ entdecken. Überhaupt ist die Boutique wie eine Kunstgalerie gestaltet – das zeigt sich natürlich auch an den Preisen. Aber das ist in Island generell so – lacht.

Neben Parfum gibt es auch noch eine besondere Spirituose zu kaufen namens Anna Sprut, die nach der Frau benannt ist, die diesen „Zaubertrank“ entwickelt hat. Drin sind verschiedene isländische Heilkräuter, die aus Anna Sprut ein angeblich medizinisches Getränk machen. Wir fanden es einfach lecker und haben eine Flasche gekauft.

Thorvaldsens Bazar

Möchtet ihr Euch einen handgestrickten Islandpullover kaufen? Dann schaut unbedingt in Thorvaldsens Bazar vorbei: Handgestrickte Islandpullover, Handschuhe, Schals, kleine Souvenirs und vieles mehr werden hier für gemeinnützige Zwecke verkauft. Alles ist von Menschen aus der Umgebung handgestrickt oder handgemacht und dann an den Laden für den guten Zweck gespendet. Unbedingt reinschauen und dann hier einkaufen.

Ich habe mich direkt in einen Islandpullover in grün verliebt mit dem typischen Muster in orange, rot und gelb. Leider ist die Islandwolle total kratzig, sodass ich immer ein Logsleeve mit Rollkragen darunter anziehen müsste. In Island selbst, weil es hier so kalt ist, wäre das sicherlich sinnvoll, aber bei uns Zuhause ist das einfach nicht nötig und der Pulli würde wohl nur im Schrank liegen. Dafür sind mir die ca. 300 € dann doch zu viel. Ja, so viel muss man für einen handgestrickten Pullover rechnen!

Kaolin Keramik

Bunte Keramik von verschiedenen Künstlern werden hier in diesem Laden verkauft. Die meisten Keramikgeschäfte sind solche Zusammenschlüsse von verschiedenen Künstlern, die sich einen Laden teilen. Bei Kaolin Keramik habe ich zwei bunte Schalen und ein Salzschälchen gekauft, das mittlerweile bei uns auf dem Esstisch steht – natürlich gefüllt mit isländischem Salz – die Auswahl und Designs haben mir hier besonders gut gefallen: modern, schlicht und trotzdem leuchtende Farbakzente mit dem gewissen Etwas.

Einkaufs- & Spartipp: Wenn ihr isländisches Salz kaufen möchtet, tut das im Supermarkt (z.B. Bonus oder Kronan), dort kostet das Salz nämlich nur die Hälfte von dem in den Souvenir-Shops, ist aber genau das Selbe, in der selben hübschen Verpackung.

Supermärkte

Ihr möchtet isländisches Salz oder typische Snacks wie getrockneten Fisch oder Lammpaté kaufen? Dann solltet ihr zu Bonus oder Kronan. Die Supermarktkette mit dem rosa Schwein auf gelbem Hintergrund ist über die ganze Stadt verteilt. Kulinarische Mitbringsel kosten hier die Hälfte von dem, was sie in Souvenirshops kosten, wie z.B. Salz. Wir decken uns außerdem mit Skyr ein – den gibt es hier nämlich in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Vanille, Blaubeere, Banane und Erdbeere – geschmacklich erinnern sie mich an Fruchtzwerge, enthalten aber weniger Zucker. Überhaupt gibt es in Island viele zuckerfreie Produkte, die mit Stevia gesüßt sind. So z.B. auch Kekse, Marmeladen oder Nuss-Nougat-Creme.

Sun Voyager

Ein Kunstwerk direkt am Wasser. Das stilisierte Wikingerschiff ist besonders im Sonnenlicht schön anzusehen. Es sind viele Menschen dort – sogar im Winter bei Schneesturm. Aber es lohnt sich auf einen Moment zu warten, in dem das Kunstwerk ohne Menschen fotografiert werden kann.

Jazz Konzert im Hotel Holt – The Art Hotel

Jeden Donnerstag gibt es von 18 bis 19 Uhr ein Konzert in der Bar des Hotels Holt. Wir hören ein Trio – Bassist, Kontrabassist und Akustikgitarre mit Gesang. Sehr kurzweilig, tolle Stücke und eine Mischung aus englischsprachigen und isländischen Liedern. Jede Woche spielt dort eine andere Band. Lohnt sich! 4500 ISK (ca. 30 €) kostet das Konzert, die Drinks sind im Preis inbegriffen.

Museum Perlan

Das Naturkundemuseum ist einen Besuch wert. Eine Eishöhle, eine virtuelle Tour in einen Vulkan und eine Aurora Borealis Vorführung in einer riesigen Kuppel sind nur ein paar Highlights in dem Museum. Es gibt sooo viele Infos über die Geologie und Geographie und Entstehung von Island. Das Museum ist kurzweilig und interessant gestaltet. Ein Ticket kostet knapp 7000 ISK, umgerechneet knapp 50€.

Unterwegs nach Snaefellsnes in Westisland

Ein Mikrokosmos für sich – ganz Island im Kleinformat – so beschreibt der Reiseführer Lonely Planet die ca. 100 km lange Halbinsel Snaefellsnes mit dem Gletscher Snaefellsjökull. Wir wollen uns die Halbinsel auf jeden Fall ansehen und so machen wir uns an einem Tag mit besseren Wetteraussichten auf den Weg. Schon alleine der Weg ist eine Sehenswürdigkeit. Alles ist verschneit und scheint unwirklich – wunderschön, bei Sonnenschein durch diese Schneelandschaft zu fahren. Wir müssen ständig anhalten und aussteigen, Fotos machen und die Umgebung bestaunen. So dauert eine geplante Fahrt von 2 Stunden mal schnell doppelt so lange. Plant das also ein, wenn ihr nach Snaefellsnes fahrt.

Der erste Stopp ist ein spannendes Gebilde:

Gerduberg Klippe | Basaltsäulen aus erstarrter Lava

Diese Klippe Gerðuberg ist aus geflossener basaltischen Lava entstanden, die in Säulen erstarrt ist. Die Klippe ragt ca. 14 m nach oben über die Schneefelder kann man nach oben klettern und Bilder direkt vor den Säulen machen. Wir machen das nicht, weil schon wieder Schnee aufzieht und uns einfach zu kalt wird. Aber der Anblick ist beeindruckend.

Ytri Tonga | Strand voller Robben

Dieser Strand ist bestimme beeindruckend, wenn er nicht verschneit ist und man hinter den schwarzen Lavabrocken die im beigen Sand stecken das Meer entdeckt und die Sandbänke auf denen Robben liegen. Im Winter ist es nicht so beeindruckend – denn es ist leider alles weiß und durch viel Schnee und Wind ist die Sicht so schlecht, dass man das Meer nur erahnen kann.

Budakirkja | Die Kirche von Budir

Die schwarze Holzkirche auf Snaefellsnes ist ein bekanntes und beliebtes Fotomotiv. Der Blick aufs Wasser ist schön – mehr als das gibt es hier aber nicht zu sehen.

Nach der Kirche fahren wir weiter Richtugn Stykkisholmur, dort wollen wir abends nämlich Polarlichter sehen. Nachdem das Wetter so schlecht ist und der Himmel über Island wolkenverhangen, haben wir uns einen Flecken in Reichweite gesucht, der wolkenlos ist. Auf dem Weg dorthin kommen wir in Borgagnes in einem Laden vorbei, in dem es Produkte von vielen verschiedenen lokalen Erzeugern gibt:

Ljómalind |Hofladen

Vor allem gibt es hier auch lokale Wurst von einem Bauernhof, Milchprodukte und Senf. Daneben aber auch Schmuck, Strickwaren, getöpfertes und Souvenirs. Hier lohnt es sich wirklich, weil sich die Teile von denen in den Souvenirshops in Reykjavík wirklich unterscheiden. Wir haben die Tradition, dass wir uns immer im Urlaub einen Anhänger für unseren Weihnachtsbaum kaufen, so wächst unser Baum jedes Jahr durch neue Anhänger und wir irgendwann mal richtig voll hängen mit vielen schönen Erinnerungen an besondere Erlebnisse. Hier in Ljómalind finden wir auch unseren Baumanhänger: ein Nikolaus aus Ton. Die Mini-Islandpullover wären auch nett gewesen, aber 50€ war uns dafür dann doch zu viel.

Außerdem kaufe ich noch eine isländische Lammwurst und Senf.

Stykkisholmur

Das Hafenstädtchen Stykkisholmur ist bekannt für die Aussicht vom Leuchtturm aus: Der Blick fällt nämlich auf viele verschiedene bunte Häuser die sich den Hang hinauf übereinanderreihen. Also gehen wir in Stykkisholmur angekommen als erstes hoch zum Leuchtturm, der auf einem Felsen am Hafen steht. Leuchtend rot und endlich weite Sicht übers Meer. Dafür bläst der Wind so sehr, dass ich sogar mit Handschuhen, die Hände nicht länger als 2 Minuten außerhalb der Taschen lassen kann. Aber diese Zeit reicht um die Fotos vom Ort zu machen.

Wir reservieren uns einen Tisch im:

Restaurant Sjávarpakkhúsid

Direkt am Hafen gibt es ein kleines Restaurant, in dem wir die besten Fischgerichte unseres Urlaubes essen. Jacobsmuschel-Carpaccio, Waffeln mit Kaviar, danach Seezunge und gebratenen Seesaibling. Das kleine schwarze Haus am Hafen ist urgemütlich. Klein und verwinkelt, kleine Tische im Obergeschoss an denen man unter der Dachschräge sitzt.

Wir essen hier genüsslich und warten darauf, dass es Nacht wird, denn heute ist die Chance auf Polarlichter groß und hier in Stykkisholmur ist der einzige wolkenfreie Himmel im Südwesten Islands zu sehen.

Aurora Borealis | Nordlichter | Polarlichter

Und wir haben Glück: wir sehen Polarlichter. Auf der Rückfahrt von Stykkisholmur tanzen die Lichter über unseren Köpfen die ganze Nacht – um 2 Uhr kommen wir wieder in der Untekrunft an. Erschöpft und müde, aber auch total glücklich, denn wegen der Polarlichter sind wir im Winter nach Island geflogen. Wie auch Du die Chance auf Polarlichter erhöhen kannst, welche Tools Du nutzen solltest und natürlich die Bilder zeige ich Dir in diesem Blogpost Aurora Borealis in Island.

Geothermalbecken Seltún auf der Halbinsel Reykjanes

Wir wollen unbedingt in die Natur und etwas ansehen, für das Island bekannt ist: Das Geothermalgebiet Seltún ist nur ein Teil des viel größeren Geothermalgebiets Krysuvík auf der Halbinsel Reykjanes und wirklich beeindruckend.

Lust auf Schwefelgestank? Dann ist Seltún genau das Richtige für Dich. Ca. 40 Minuten fährt man vom Stadtzentrum Reykjavik aus nach Seltún. Der Weg an sich ist schon ein Highlight – erst geht es vorbei an Lava-Landschaften, die mit Moos bedeckt sind, dann tauchen Hügel in der Ferne auf – Fjorde ziehen sich ins Land – die Küste zeigt Eisschollen und tiefblaues Wasser. Der Wind ist irre – man muss aufpassen, wie man das Auto parkt, damit der Wind nicht die Tür abreisst. Gegen den Wind zu laufen ist ebenfalls nicht so einfach.

Am Geothermalbecken gibt es einen Holzsteg, den man bequem laufen kann. Es brodelt und stinkt auf allen Seiten. Rauch steigt aus dem Boden auf und Schlammpfützen blubbern. Es riecht nach Schwefel, also verfaulten Eiern. Für die Nase eine Zumutung, aber wirklich spannend zu sehen. Vor allem die Farben in den Schlammbecken – von rot über blau zu gelb. Einfach irre!

Wir haben natürlich wieder Glück und er fängt just an zu schneien, als wir in Seltún aus dem Auto steigen. Aber: Davon lassen wir uns jetzt schon längst nicht mehr die Laune verderben. Wir halten tapfer durch, obwohl der Wind durch gefühlt jede Faser meiner 5 Schichten Klamotten pfeifft!

Golden Circle – Der goldene Kreis

Der Golden Circle ist eine 300 km lange Sightseeing Route im Südwesten Islands, die drei Hauptattraktionen miteinander verbindet und durch weitere Stops erweitert werden kann. Die Hauptattraktionen sind der Thingvellir-Nationalpark, der Große Geysir und der Gulfoss-Wasserfall. Wir haben die Route noch durch den Kerdur-Krater und die Tomatenfarm Fridheimar ergänzt.

Unbedingt einpacken: Mütze, Schal und Handschuhe. Wenn der Wind bläst, haut es einen fast um. Ich war in der Regel mit drei oder vier Schichten unter meiner Jacke unterwegs und mir war trotzdem kalt.

Thingvellir Nationalpark

Der Thingvellier-Nationalpark liegt in einer Grabenbruchzone, in der die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte, zwei tektonische Platten, auseinanderdriften. Diese geologische Besonderheit bringt die unwirklichen und rauen Felsformationen hervor. Im Winter eine ebenso spektakuläre Landschaft, wie vermutlich im Sommer. Der Schnee bietet einen großartigen Kontrast und der vereiste Wasserfall ist wirklich wunderschön anzusehen. Wir machen einen Spaziergang zum Wasserfall und zurück – ca. 1 Stunde verbringen wir vor Ort.

Geysir

Ich habe mir den Anblick eines Geysir ehrlich gesagt spaktakulär vorgestellt, wenn das heiße Wasser empor schießt. Leider ist das im Winter nicht sooo toll, weil der heiße Dampf die Sicht auf die Wassertöpfe verdeckt. Der Ausbruch ist dann eher eine große Wolke heißer Dampf – trotzdem eine mystische Stimmung und beim Ausbruch des Geysirs geht ein Raunen durch die Menge der Schaulustigen.

Gulfoss Wasserfall

Der beeindruckende zweistufige Wasserfall sieht vereist einfach unglaublich schön aus. Die Landschaft drumrum komplett verschneit – eine irrer Anblick. Es gibt verschiedene Aussichtsplattformen – eine ist leider wegen Eis gesperrt, aber von oben hat man sowieso den besten Blick.

Kerdur Krater

Einer der schönsten Vulkankrater-Seen Island, wenn man Bildern glaubt. Tiefblaues Wasser in einem roten Gesteinskrater – nun ja – im Winter, wenn der Krater verschneit und der See vereist ist, ist der Kerdur eine einzige Enttäuschung – man sieht nämlich genau: nichts! Nichts von der Farbe des Wassers nicht von dem roten Stein. Schade.

Tomatenfarm Fridheimar

Ein Restaurant im Gewächshaus: Da Island eine schier unerschöpfliche Menge an Geothermie hat, stehen im ganzen Land Gewächshäuser in denen Tomaten, Salat, Obst und vieles Mehr angebaut wird. Friedheimar ist auf Tomaten spezialisiert. Das Restaurant liegt im Gewächshaus, mitten zwischen den vielen Tomatenpflanzen. Hier fliegen viele Hummeln um die Pflanzen zu bestäuben. Wenn man keinen Tisch reserviert hat bekommt man keinen Platz. Aber im Bistro gibt es Stehtische mit Sitzgelegenheiten und Tomatensuppe mit Brot so viel man möchte – Kaffe, Tee und stilles Wasser sind kostenlos. Für die Suppe stehen außerdem Basilikum-Töpfe bereit, von denen man sich bedienen kann um die Suppe aufzupeppen. Außerdem wärmt sie schön und in einem Gewächshaus ist es schön warm – eine willkommene Abwechslung.

Hier ist die Tomate Programm – und das auch im Dessert: Es gibt Schokoladenmousse mit Tomaten-Marmelade oder Tomateneis – Vanilleeis mit grünen, kandierten Tomaten – beides wird in kleinen Blumentöpfchen serviert. Eine außergewöhnliche Atmosphäre und eine wirklich leckere Suppe!

Südisland

Geothermal Bakery in Laugarvatn

An unserem letzten Tag wollen wir noch etwas Besonderes machen – der Plan steht beim Frühstück: Wir fahren in die Geothermal Bäckerei nach Laugarvatn und probieren Brot aus dem Boden, danach noch in die Blaue Lagune. Weil wir noch nicht wissen, ob wir auf dem Weg noch etwas Interessantes entdecken und wann wir zurück sind, buche ich noch keine Tickets für die Lagune, wir wollen spontan in die blaue Lagune. Zum Glück mache ich es so, denn das Wetter in Island ist unberechenbar und ein Schneesturm wird aufziehen, sodass wir nicht mehr zurückkommen.

Die Straßen sind vereist und es schneit mal wieder, deshalb dauert die Fahrt 1,5 mal so lange wie ursprünglich geplant. Wir kommen 5 Minuten zu spät im Hotel Fontana an. Macht aber nichts. Wir können hier ein sehr traditionelles Produkt probieren: Rugbraud – Isländisches Roggenbrot, das in einer heißen Quelle gebacken wird. 24 Stunden lang wird das Brot dazu in der Erde am Strand vergraben. Total spannend, deshalb habe ich auch einen separaten Blogpost darüber geschrieben. Wie das also alles genau abläuft und das Rezept für das Brot findet ihr in meinem Blogpost über das Isländische Roggenbrot (sobald der Post veröffentlicht ist).

Nachdem wir uns mit frisch gebackenem Brot, gesalzener Butte rund geräucherter Forelle den Bauch vollgeschlagen haben, fahren wir Richtung Reykjavík zurück. Auf dem Weg wollen wir in Selfoss Halt machen und kurz durch die Innenstadt schlendern. Dort angekommen gehen wir in einen kleinen Juwelier. Die Verkäuferin erkennt sofort, dass wir Touristen sind und fragt uns, wohin wir unterwegs sind. Nun ja, dann hat sie schlechte Nachrichten für uns, denn die Straße nach Reykjavík ist gesperrt. Bis heute Abend um 21 Uhr wahrscheinlich sagt sie – es ist gerade 14 Uhr! Wir sind geschockt und können es nicht glauben. Deshalb checken wir direkt selbst – es stimmt: Alle Straßen dicht. Es ist ein Schneesturm aufgezogen, der das Fahren auf den Straßen einfach unmöglich macht.

Kurzrerhand gehen wir in das…

Kaffi Krús in Selfoss

… um dort einen heißen Tee zu trinken und Kuchen zu essen. Dabei erst mal in Ruhe überlegen, was wir nun machen. Wir teilen uns einen Apfelkuchen und trinken Tee. Der Apfelkuchen ist wirklich lecker und das Ambiente ist sehr hübsch. Wasser gibt es auch hier wieder kostenlos am Tisch – ich mag diese Tradition der Isländer.

Wir wollen nicht in Selfoss bleiben, also fahren wir weiter in den nächsten Ort: Hveragerdi. Hier soll es ein Einkaufszentrum geben das auf zwei tektonische Platten gebaut wurde. Den Spalt soll man sich dort ansehen können. Das ist doch mal was – also fahren wir dort hin. Nun – ein Einkaufszentrum, wie man es aus Deutschland kennt ist das nicht. Es gibt hier einen Supermarkt, eine Bäckerei und ein paar Souvenir-Geschäfte und eine Horde Menschen. Der ganze Parkplatz ist voll mit Reisebussen. Alle Touren die heute auf dem Golden Circle unterwegs waren, sind hier gestrandet und können nicht zurück nach Reykjavík, weil die Straße gesperrt ist.

Wir machend das Foto über dem Erdspalt und gehen dann in die nahgelegene Foodhall. Auch diese ist komplett überfüllt. Egal wo man sitzt, es zieht, weil ständig die Türen auf und zu gehen. Hier wollen wir nicht bleiben, also suche ich nach einem Restaurant in der Nähe und stoße auf das:

Varma – Geothermal Restaurant des Hotel Fire & Frost in Hveragerdi

Das Essen auf der Webseite sieht so gut aus – das ist was für uns und wir sind weg von dem Trubel mit den vielen Touristen.

Irre – direkt vor dem Eingang des Hotels gibt es den eigenen, gemauerten Geothermal-Ofen, der durch eine heiße Quelle gespeist wird. Darin kocht das Küchenteam neben lange geschmortem Lamm auch eine grandiose Fischsuppe und den Chocolate Lava Cake – hier ist der Name tatsächlich Programm und das nicht, weil er einen flüssigen Kern hat, sondern weil er tatsächlich mit Vulkankraft gebacken wird. Über 48 Stunden – unvorstellbar, oder?

Die Fischsuppe wird ebenfalls im Ofen gekocht über 24 Stunden bei ca. 80 bis 100 °C. Sie schmeckt reichhaltig, ist schön sämig. Einfach ein Gedicht!

Danach esse ich Fisch und mein Mann Variationen vom Lamm – auch das Pulled Lamm ist in der heißen Quelle zubereitet und wunderbar zart und aromatisch. Mein Fisch ist ebenfalls klasse – die Kombination mit Käse fand ich besonders spannend. Das hatte ich so noch nie vorher gegessen. ZUm Dessert teilen wir uns dann noch den Chocolate Lava Cake. Das Essen ist einfach köstlich, das Personal so herzlich, der Ausblick aus dem Glaspavillon beeindruckend, weil der Hang gegenüber von heißen Quellen nur so übersäht ist und es überall aus dem Boden raucht – wie schön, dass wir hier gestrandet sind.

Gegen 19:30 Uhr sind die Straßensperrungen aufgehoben und wir machen uns auf den Weg zurück. Ganz ehrlich: Sowas habe ich noch nie erlebt. In Deutschland wäre es undenkbar bei solchen Wetterbedingungen Auto zu fahren. Ich zähle insgesamt 3 Autos auf den ersten 5 km, die im Graben gelandet sind. Auf der Hauptstraße nach Reykjavík fahren wir in Kolonnen, denn sichttechnisch befinden wir uns im totalen white out. Wir sehen weder die Straßenbegrenzungen noch die Straße selbst. Der Schnee in Island ist staubtrocken und wird vom Wind über die Fahrbahn geweht, denn es stürmt immernoch. Schneewehen vor, hinter und neben uns. Das Einzige, was man erkennt sind die roten Rücklichter des Vordermanns – die einzige Orientierungshilfe und wir wollen auf keinen Fall den Anschluss verlieren. Bei gutem Wetter fährt man die Strecke in 30 Minuten – wir sind 2 Stunden unterwegs – höchst angespannt. Deshalb gibt es auch keine Fotos. Wir waren aufs Fahren und „nicht-sterben“ konzentriert. *lacht

Polarlichter in Reykjavík: Northern Lights Viewing Point

Wir kommen gegen 21:45 Uhr in Reykjavik an. Es ist total bewölkt, aber ich schlage vor, dass wir in Reykjavík noch zum Nothern Lights View Point fahren und dort unser Glück versuchen. Es ist bitter kalt, der Wind pfeifft uns um die Ohren die Hände frieren in 20 Sekunden ein, aber durch die Wolken sehen wir grüne Lichter. Die Aktivität ist heute so groß und die Lichter so intensiv, dass wir Nordlichter sogar durch die Wolken hindurch erkennen. Spaktakulär und ein würdiger Abschluss unseres Urlaubs.

Island im Winter: kalt und rau, gefährlich und faszinierend – für die Polarlichter hat es sich gelohnt und es war ein echtes Abenteuer mit Fahrsicherheitstraining hoch 3. Wir kommen im Sommer wieder!

Habt es schön, eure Tina.

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