Foodbloggerin Tina Kollmann in grauer Die Küchenschlacht Schürze. #ZDF #kochshow

Tina bei Die Küchenschlacht im ZDF

Ich habe es wieder getan und mich einer Kochherausforderung im Fernsehen gestellt. Bei der Kochsendung „Die Küchenschlacht“ durfte ich an der Seite von Cornelia Poletto kochen und mein Können unter Beweis stellen. Mit meinen liebsten und besten Gerichten im Gepäck reise ich also nach Hamburg und verrate euch, wie es mir so ergangen ist.

Meine Küchenschlacht-Woche wird vom 13.07. bis 17.07. täglich von 14:15 Uhr bis 15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Wer es zu diesem Zeitpunkt nicht vor den Fernsehen schafft kann sich die Folgen der Kochshow online in der >> ZDF Mediathek ansehen. Unsere Moderatorin und Mentorin für diese Woche ist Cornelia Poletto. Eine sympathische Köchin die eine absolute Ruhe ausstrahlt und damit uns Kandidaten ein bisschen Sicherheit gibt – auch, wenn ich im TV bzw. Studio einfach super nervös gewesen bin. Als Juroren warten diese Woche Thomas Martin, Sarah Henke, Martin Baudrexel, Ralf Zacherl und Christoph Rüffer auf uns.

Portrait von Foodbloggerin Tina Kollmann im Studio von Die Küchenschlacht beim Kochen.
Fotocredit: ZDF & Norman Kalle
Portrait von Foodbloggerin Tina Kollmann im Studio von Die Küchenschlacht.
Fotocredit: ZDF & Norman Kalle

Die Küchenschlacht wird als One-Taker produziert

Das hätte ich nicht gedacht, aber Die Küchenschlacht wird an einem Stück aufgezeichnet. Wir stehen im Studio, richten unsere Plätze ein, kontrollieren nochmal, ob alles da ist und dann gehts los. Die Musik spielt und wir stehen parat. Und dann gehts auch schon los. Die Zeit läuft… 35 Minuten haben wir nun Zeit unsere Gerichte zu kochen. Wir sagen was zu unseren Gerichten. Dann kommt der Juror herein, probiert und bewertet. Und dann ist es auch schon vorbei.

Klar: es gibt Interviews vorab aber nicht zwischendrin. Die 35 Minuten sind echt stramm, trotzdem irre, was man in dieser kurzen Zeit schaffen kann, wenn man nicht ans Aufräumen und Saubermachen denken muss.

Die Köche aus der Küchenschlacht im ZDF

Berühmte Köche treten hier in Erscheinung, momentan kann man z.B. Ralf Zacherl, Mario Kotaska, Cornelia Poletto, Nelson Müller, Johann Lafer, Alfons Schuhbeck, Alexander Kumptner, Ali Güngörmüs, Björn Freitag, Christian Lohse, Christoph Rüffer, Karlheinz Hauser, Martin Baudrexel, Meta Hiltebrand, Richard Rauch, Robin Pietsch, Sarah Henke, Stefan Marquard und Thomas Martin in der Küchenschlacht sehen. Ob als Moderator oder Juror am berühmten runden Tisch.

Tina Kollmann und Cornelia Poletto im Studio von Die Küchenschlacht im ZDF.

Nervosität beim Dreh im Küchenschlacht Studio

Ich bin sooo nervös. Ich weiß gar nicht, wann mir das letzte Mal das Herz so bis zum Hals geschlagen hat. Warum ich mir so einen Stress mache? Nun, das hat mehrere Gründe. Zum einen möchte ich mich natürlich beweisen und andereseits habe ich ein unschönes Erlebnis aufzuarbeiten.

Tina Kollmann steht an ihrer Kochinsel im Studio von Die Küchenschlacht im ZDF.
Backstage im Studio von Die Küchenschlacht.

Meine Teilnahme bei MasterChef

Vor drei Jahren habe ich bei der Kochsendung MasterChef mitgemacht und habe es dort in die Top10 geschafft – eine tolle Leistung auf die ich schon irgendwie stolz war. Leider, so hatte ich währenddessen und auch danach das Gefühl, ging es bei MasterChef weniger darum sein Kochkönnen unter Beweis zu stellen als darum uns Hobbyköche immer wieder auflaufen zu lassen und an unsere Grenzen zu führen. Wo ein Kandidat bei der Zubereitung von Pastateig mehrmals unterstützt wurde, wurden anderen Kandidaten Fragen zu wirklich speziellen Zutaten nicht beantwortet.

Die Frage nach Ärger und Zerwürfnissen mit den Mitstreitern war bei MasterChef dafür aber Bestandteil wirlich jeden Interviews. Ich habe da nicht mitgespielt und nie über andere Kandidaten gelästert. Auch über Kandidaten, die ich nicht mochte habe ich in den Interviews nur über das gesprochen worum es für mich bei MasterChef ging: das Kochen. Gut für mich, aber schlecht für die Show.

MasterChef vs. Die Küchenschlacht

Auf Grund dieser negativen Erfahrung hatte ich ein ganz persönliches Anliegen: ich wollte mich durch meine Teilnahme bei „Die Küchenschlacht“ mit dem Fernsehen versöhnen und herausfinden, ob es wohl noch Koch-Sendungen gibt, bei denen es wirklich noch darum geht, was der Zuschauer sieht: also ums Kochen!

Achtung Spoiler-Alarm: Ja, bei Die Küchenschlacht geht es wirklich ums Kochen. Es ist ein fairer Wettkampf. Die Juroren wissen nicht, wer welchen Teller gekocht hat und kosten ganz unvoreingenommen.

Die Gerichte im Überblick

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Montag: Leibgericht

Der Montag steht ganz im Zeichen des Leibgerichtes. Hier fiel meine Wahl ganz schnell auf das Ginger Chicken Curry. Dieses Gericht ist bei Euch und meinen Freunden ein absolutes Highlight. Ich persönlich liebe die asiatische Küche, Curries im Allgemeinen und finde: ein leckeres Curry hat absolutes Wohlfühl- und Lieblingsessen Potential.

Zum Rezept >> Ginger Chicken Curry mit Kräutertopping und Roti

Ginger Chicken Curry mit Kräutertopping und Roti. Tagessieger: Leibgericht aus der Küchenschlacht am Montag mit Cornelia Poletto. Juror ist Thomas Martin.

In der Sendung war es dann wirklich verrückt… ich lag total gut in der Zeit. Cornelia sagte an „Ihr habt noch 10 Minuten“ und ich war total entspannt, sodass ich mit meinen Mitstreitern das quatschen begann. Ich fragte, wie es bei ihnen laufen würde und dann ging die Musik an. Ok dachte ich – jetzt habe ich noch 5 Minuten. Und dann sagt Cornelia: „Ihr wisst, die Musik geht an, das bedeutet ihr habt nun noch 2 Minuten!“

In diesem Moment rutschte mir mein Herz in die Hose, denn ich hatte noch kein Roti gebacken und auf dem Ceranfeld (das kein Induktionsfeld war) braucht das aufheizen der Pfanne einfach ewig. Ich hab die Pfanne regelrecht angefeuert, aber sie wurde einfach nicht so schnell heiß. Das Curry war angerichtet es fehlte nur noch der Brotfladen.

Cornelia zählte die letzten Sekunden „10 – 9 – 8 – …“ in diesem Moment schob ich kurzerhand die Pfanne zur Seite und legte das Roti direkt auf das heiße Kochfeld. 2 Sekunden auf der einen Seite, wenden, nochmal 2 Sekunden auf der anderen Seite. „… – 1 – 0!“ In diesem Moment konnte ich mein Roti auf den Teller werfen. So ein Stress… echt verrückt!

Tina Kollmann mit Thomas Martin bei Die Küchenschlacht.

Es probierte Thomas Martin und er war total begeistert von meinem Curry. Er sagte: „Genauso, muss ein Curry schmecken. Das Brot ist perfekt, genauso, wie man es sich wünscht!“ Puh – war ich erleichtert. Und dann das: ich holte mit meinem Ginger Chicken Curry den Tagessieg! Ich war total überrascht – damit hatte ich nicht gerechnet. Mir liefen sogar Freudentränen übers Gesicht! Was für ein schönes Kompliment! Vielen Dank Thomas! Im Backstage haben wir dann erst mal auf meinen Tagessieht angestoßen. Wie toll, dass sich alle Kandidaten so sehr mit mir gefreut haben!

Gruppenfoto von den Kandidaten der Kochsendung Die Küchenschlacht im ZDF. Wir stoße auf den Tagessieg von Tina Kollmann an.
Foodbloggerin Tina Kollmann in grauer Die Küchenschlacht Schürze. #ZDF #kochshow

Der Abend nach dem ersten Tag

Was für eine tolle Runde. Ich verstand mich sofort total gut mit meinen Mitstreitern. Luisa, Michael, Alex, Nico und Maren stellten sich ebenfalls der Herausfoderung und so ein gemeinsamer Abend im Hotel bringt allerlei Tolles hervor. Z.B. ein Lied, das Michael, Luisa und ich zusammen über den ersten Tag im Studio dichteten.

Gruppenbild der Kandidaten von Die Küchenschlacht im ZDF. Nico, Michael, Tina, Alexander, Maren und Luisa.

Songtext: Die Küchenschlächter

Luisa haut als Leibgericht den Kabeljau raus,

bei Nico sieht das Flanksteak wie ein Schneckenhaus aus,

Maren kocht zur Pasta noch Tomaten dazu,

in Alex Vogelnester steckt der Wachtelei Clou.

Wir sind die Küchenschlächter, die Küchenschlächter,

wir mixen, schwitzen, hacken, schneiden, rühren ganz wild.

Tina brät das Fladenbrot diekt auf dem Herd,

die Conny hat uns Muscheln mit Spaghetti beschert,

bei Micha schlägt die Flamme wirklich hoch hinaus

und Thomas Martin sieht beim Kosten ganz verzückt aus.

Backstage im Studio von Die Küchenschlacht.

Dienstag: Vorspeise

Für den Dienstag hatte ich mir vorgenommen nicht wieder mittendrin das Quatschen anzufangen und mir einen Timer bereit zu stellen, damit ich die Uhr im Blick haben konnte.

Das Rezept >> Kalbstatar mit Kürbiskernöl-Mayonnaise, frittierten Kapern und Wildkräutersalat

Vorspeise bei der Küchenschlacht im ZDF. Tina Kollmann bereitet Kalbstatar mit Wildkräutersalat, Kürbiskernöl-Mayonnaise und frittierten Kapern zu. Jurorin ist Sarah Henke.

Ich kam richtig gut durch und hatte am Ende sogar noch Zeit einen knusprigen Brotstick zusätzlich zu machen. Mein Mitstreiter Nico hatte nämlich auch Tatar auf der Karte und reichte dazu gebackenes Brot aus der Pfanne. Nun, ich hatte für den Crunch schon knusprig frittierte Kapern dabei, aber da ich noch etwas Zeit hatte wollte ich nicht, wegen „zu wenig Aufwand“ rausfliegen. Beim ersten Mal wurde die Mayonnaise nix, aber auch diese nochmal neu zu machen, war zum Glück im Zeitplan. Mein Teller sah wirklich toll aus und ich war total zufrieden, wie er zu Sarah Henke nach vorne kam.

Portrait von Foodbloggerin Tina Kollmann im Studio von Die Küchenschlacht trägt ihre Vorspeise Kalbstatar nach vorne an den Jurytisch.
Fotocredit: ZDF & Norman Kalle

Sie probierte, mochte mein Tatar und ich war eine Runde weiter. Als Tagessieger ging Nico mit seinem geräucherten Beef Tatar vom Platz! Super gemacht, Nico! Herzlichen Glückwunsch!

Mittwoch: Motto „Italienische Klassiker“

Dieses Motto bereitete mir wirklich Kopfzerbrechen. Was ist denn typisch italienisch? Tomaten und Basilikum? Pasta? Parmesan? Ich habe wirklich lange gebraucht, mir ein passendes Gericht zu überlegen und Zuhause auch meinen Liebsten absolut verrückt gemacht. Gnocchi wollte ich machen – ganz klassisch. Dazu eine Tomatensauce bzw. ein Tomatensugo, geschmorte Tomaten aus dem Ofen eine erfrischende Gremolata für den Frischekick und für den Crunch – nein – keinen Parmesanchip sondern einen Fenchelsalami-Chip.

Das Rezept >> Gnocchi mit Tomaten, Gremolata und Fenchelsalami-Chip

Mottotag: italienische Klassiker bei der Küchenschlacht im ZDF. Tina Kollmann kocht das Tagessieger Gericht Gnocchi mit Tomatensauce, geschmorten Honigtomaten, Gremolata und Fenchlesalami-Chip. Juror ist Martin Baudrexel.

Nachdem ich gehört hatte, was meine anderen Kandidaten alle auftischen wollten war mir klar: heute gehe ich nach Hause. Im Interview habe ich noch gesagt: „Die Gnocchi mit Tomaten sind mein schwächstes Gericht und ich kann nur hoffen, damit irgendwie durch zu kommen.“ Denn, am nächsten Tag, also dem Donnerstag sollte es einen Warenkorb zum Verkochen geben und da wollte ich eine Ceviche machen – ein köstliches Gericht, das ich unbedingt kochen wollte.

Martin Baudrexel und meine Gnocchi

Nun, zeitlich war ich wieder total gut organisiert. Meine Gnocchi wurden richig lecker und auch optisch einfach richtig schön, zudem hatte ich sogar noch Zeit eine Nussbutter aufzusetzen und die Gnocchi darin in Ruhe zu schwenken. Meine Tomatensauce bzw. mein Tomatensugo war richtig lecker. Um in der kurzen Zeit viel Geschmack zu erzeugen habe ich die Sauce zusätzlich mit einem Balsamico-Karamell gewürzt und die Sauce in der Pfanne gekocht – größere Bratfläche – das beschleunigt. Keine Pannen: mein Teller sah super aus, als ich ihn vor zum Jurytisch brachte, wo Martin Baudrexel probieren sollte.

Als er meinen Teller probierte überschlug er sich ja fast… mein Tomatensugo hatte es ihm total angetan. Er meinte, in so kurzer Zeit so eine schmackhafte „Tomatenpampe“ zu kochen – da ist bestimmt Rotwein drin und getrocknete Tomaten – und ich schüttelte dabei den Kopf. Denn ich hatte weder mit Rotwein noch mit getrockneten Tomaten gearbeitet. Meine Gnocchi fand er einfach perfekt und nahm sich direkt noch einen zweiten Löffel voll. Der Salami-Chip – eine tolle Idee – so schön knusprig. Ich war so erleichtert, denn nach dieser Kritik war ich mir sicher, dass ich nicht rausfliegen würde. Und dann das: „Tagessieger sind die Gnocchi mit Tomaten!“ Waaas? Ich konnte es nicht glauben – und schon wieder liefen bei mir Freudentränen.

Nachdem die Kamera aus war blieb Martin sitzen, aß meinen Teller noch leer und meinte er hätte noch so einen Teller davon gegessen. Er fragte mich dann auch nach meiner Sauce und ich erzählte ihm, was wirklich drin steckte… er meinte nur: „Na, da hab ich ja mal total falsch analysiert! Toll gekocht.“ Ganz ehrlich: das ging runter wie Öl. Natürlich haben wir auch noch ein Foto gemeinsam gemacht.

Tina Kollmann mit MArtin Baudrexel bei die Küchenschlacht.
Tina Kollmann mit Martin Baudrexel bei die Küchenschlacht.

Donnerstag: Warenkorb

Am Donnerstag – dem Halbfinale – kam dann meine Lieblingschallenge – der Warenkorb mit den Pflichtzutaten Dorade, Kichererbsen und Mangold. Nachdem ich letztes Jahr im November in Mexiko im Urlaub war und dort fast täglich Ceviche gegessen hatte, war für mich ganz schnell klar, dass ich aus der Dorade eine Ceviche zubereiten möchte.

Lust auf ein bisschen Fernweh? Zu meinem Reisebericht aus Mexiko mit ganz vielen Bildern >> Mexiko

Ich habe im Vorfeld das Filetieren geübt wie eine Wahnsinnige und in der Sendung hat es dann natürlich nicht soooo schön geklappt. Aber egal, denn für eine Ceviche wird der Fisch ja zum Glück eh klein geschnitten.

Das Rezept >> Ceviche von der Dorade mit Kichererbsen-Creme, Aquafaba-Schaum und Mangold-Chip

Zur Ceviche machte ich aus den Kichererbsen einmal eine Creme (eine Art Hummus nur ohne Tahini), geröstete Kichererbsen im Ofen und aus dem Kichererbsenwasser einen Aquafaba Schaum. Der war schon anstrengend, denn ich habe die Küchenmaschine fast die ganze Zeit dafür laufen lassen müssen: eine wirklich unangenehme Geräuschkulisse für alle anderen. Und dann habe ich auch noch Salz und Zucker verwechselt und den Schaum total versalzen. Also: nochmal machen. Hat zum Glück in der Zeit geklappt. Die Mangoldstile kamen einmal roh in die Ceviche (als Ersatz für Sellerie) und aus den Mangoldblättern machte ich einen frittierten Chip.

Als Juror sollte heute Ralf Zacherl zu uns stoßen und ich freute mich total auf ihn, denn damals bei MasterChef hatten wir einmal eine Ceviche Challenge in seinem Restaurant in Berlin. Ich wusste also, dass er Ceviche liebt. Mein Gericht schmeckte ihm total gut. „Mutig abgeschmeckt“ bezeichnete er meine Kichererbsencreme.

Eine „schöne Säure“ hatte meine Ceviche. Und dann wieder: „Tagessieg an die Ceviche“ Wow – ich war total gerührt und schon zum dritten Mal liefen die Freudentränen. Im Anschluss unterhielt ich mich noch etwas länger mit Ralf – auch über die Zeit bei MasterChef. Ein gutes Gespräch. Ein toller Koch und ein feiner Mensch. Und dann noch so ein tolles Kompliment zu meinem Rezept. Das macht schon wirklich stolz.

Tina Kollmann mit Ralf Zacherl bei Die Küchenschlacht.

Freitag: Finale

Damit war klar: ich stehe im Finale. Irre! Habe ich das am Anfang gehoftt? Ja klar. Hatte ich damit gerechnet? Auf keinen Fall. Die anderen Kandidaten waren wirklich stark und alleine bei den Titeln ihrer Gerichte wurde mir ganz anders… das klang alles so toll.

Nun stand ich aber mit Luisa im Finale. Die junge Münsterin und ich verstanden uns von Anfang an super und bekamen als Aufgabe einen italienischen Schweinebraten von Cornelia Poletto im Finale zu kochen. Ich habe das Gericht Zuhause vorher schon drei Mal gekocht.

Finalgericht bei der Küchenschlacht. Tina Kollmann kocht Schweinebraten vom Spanferkel mit gefllten Panchetta Kartoffeln, Frühlingsgemüse und Moscato Jus. Rezept von Cornelia Poletto.

Beim ersten Mal waren mein Liebster und ich total enttäuscht. Uns schmeckte das Gericht einfach nicht. Ein Schweinebraten mit einer leichten Weißweinsauce? Das geht in Franken einfach nicht. Blanchiertes Gemüse? Steh ich ja so gar nicht drauf – kurzerhand passte ich das Rezept an, so dass es eben meine Handschrift trug.

Die Bratensauce wurde mit vielen Zwiebeln, Tomatenmark und reichlich Kräutern und einem Balsamicokaramell zu einer dunklen kräftigen Schweinebratensauce (auf dem Foto oben seht ihr den ersten Versuch, das Originalrezept, nicht meine abgewandelte Version). Das Gemüse briet ich mit Butter und Olivenöl in der Pfanne an, aus Karotten kochte ich ein cremiges Pürree.

Die gefüllten Panchettakartoffeln aromatisierte ich zusätzlich mit Zitronenabrieb. Für das Spanferkel stellte ich ein Gewürzsalz aus Lorbeerblättern, Fenchelsamen und Salz her und rieb damit die Schwarte ein. So war das Gericht lecker, richtig schön würzig. So passte es zu mir, zu meiner Küche und so wollte ich es auch der Küchenschlacht kochen. Es klappte alles super und die Sauce war total lecker und schön deftig, wie sich das für einen Schweinebraten gehört. Das Gemüse noch leicht knackig mit einem leichten Buttergeschmack und die Kartoffeln würzig. Das Fleisch saftig und die Kruste schön rösch.

Als Juror trat Christoph Rüffer auf. Er tat sich sichtlich schwer. Denn sowohl Luisa als auch ich haben einfach gut gekocht. Fleisch war saftig, Gemüse lecker und mit Biss, die Kartoffeln gut und die Sauce dann aber total unterschiedlich. Meine Panchetta-Kartoffeln und mein Gemüse mochte Christoph lieber, da ich ein kleineres Stück Fleisch hatte, war dieses nicht gans soo saftig, wie das von Luisa, aber trotzdem nicht trocken. Meine Kruste war toll. Mein Gemüse schmeckte Christoph auch besser. Das Rezept von Cornelia Poletto hieß „Schweinebraten alla italiana“ und so sollte am Ende der Teller gewinnen, der Christoph „mehr an die italienische Küche von Cornelia“ erinnert. Luisa hatte das Rezept nicht so sehr verändert, wie ich das getan habe und so sollte es dann sein: Luisa gewinnt die Küchenschlacht Woche!

Tina Kollmann mit Juror Christoph Rüffer bei Die Küchenschlacht

Niederlage?

Ja… kurz enttäuscht war ich schon. Aber nur ganz kurz, denn: Christophs Analyse war brilliant. Er sagte in der Sendung mein Teller schmecke „etwas deutscher“. Und damit hatte er einfach Recht. Ich habe so gekocht, wie es mir Zuhause schmeckt, er gab dem Rezept den Vorzug, das ihn mehr an das Original von Cornelia Poletto erinnerte und damit dann nicht als Sieger vom Platz zu gehen ist absolut in Ordnung. Ich bin mir und meiner Küche treu geblieben. Und: Luisa hat sich so gefreut, denn sie hatte nicht an ihren Sieg gegen mich geglaubt und ich habe ihr diesen von Herzen gegönnt. Im Backstage sagte mir Christoph Rüffer nochmal, wie leid es ihm täte, da er sah bzw. geschmeckt hat, dass ich sehr gut kochen kann. Meine Panchetta Kartoffeln und mein Gemüse fand er einfach toll. Ganz ehrlich: was will man mehr von einem 2-Sterne Koch hören?

Ich fuhr dann auch zusammen mit Luisa zum Bahnhof und wir warteten dann noch gemeinsam auf unsere Züge gen Heimat.

Irgendwie war ich dann auch ganz schnell erleichtert, dass ich nicht gewonnen habe und jetzt nicht auch noch in der Championsweek weiterkochen „muss“. Das Vorbereiten der Gerichte (Überlegen, austüfteln, Probekochen, verändern), das Zuhause auf Zeit kochen, das Üben… es hat auch einfach echt gereicht. Es war anstrengend! Es war nervenaufreibend! Als ich wieder Zuause war habe ich erst mal eine Woche lang gar nicht gekocht – die Luft war einfach raus.

Dafür konnte ich dann beratend zur Seite stehen und habe mit Luisa fast täglich geschrieben und ihr Tipps für die Championsweek gegeben. Ihre Rezeptideen hat sie mir erzählt und ich habe ihr hier und da noch einen Tipp mitgegeben.

3 Tagessiege mit meinen eigenen Rezepten – was will man mehr?

Im Studio war ich so nervös – jeden einzelnen Tag. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich habe die ganze Zeit schlecht geschlafen vor Aufregung – und: ich bin glücklich und versöhnt! Und stolz, dass ich drei Tagessiege mit meinen eigenen Rezepten geholt habe. DAS ist eine tolle Bestätigung für mich und meine Küche!

Wen man sonst noch so trifft…

Neben dem eigenen Moderator trifft man natürlich auch noch ein paar andere bekannte Gesichter. Ich habe es mir nicht nehmen lassen direkt ein Bild mit Mario Kotaska zu machen. Er konnte verfolgen, was ich im Studio koche und lobte mich ebenfalls für mein Handwerk. Mega toll!

Tina Kollmann mit Mario Kotaska bei die Küchenschlacht.

Fazit

Ich bin versöhnt mit dem Fernsehen! Die Küchenschlacht war eine tolle Erfahrung. Auch, wenn ich so nervös, wie wohl nie zuvor in meinem Leben war und sowohl die Redakteuere als auch meine Mitstreiter Angst hatten ich würde gleich kolabieren – die Aufregung tat im Nachhinein gut.

Wenn ihr auch bei der Küchenschlacht mitmachen möchtet – ganz ehrlich: bewerbt euch. Es macht einen heiden Spaß und das ehrliche Feedback der Juroren ist wirklich Gold wert.

Vielen lieben Dank nochmal an meine Mitstreiter Luisa, Alex, Michael, Nico und Maren! Ohne Euch wäre diese Woche nicht so toll gewesen. Dass wir immer gemeinsame Sache gemacht haben, statt gegeneinander zu arbeiten, war wirklich toll.

Übrigens stehen wir seit der Küchenschlacht in Kontakt und halten uns in einer gemeinsamen Whatsapp Grupp gegenseitig auf dem Laufenden. Menschen die eine Leidenschaft teilen – das macht wirklich Spaß!

Backstage bei Die Küchenschlacht. Die Kandidaten Luisa, Michael, Tina, Nico und Alexander stoßen auf die erste erfolgreich überstandene Folge an.

Danke liebes Küchenschlacht-Team

Und ein Dank an das Team im Hintergrund. Unsere Redakteurinnen Verena und Oranna, die Mädels von der Maske, die Küchenhelfer, die uns alle Lebensmittel bereit stellen und die aller Wichtigsten: das Sauber-Team. Was wir Kandidaten für ein Chaos in den Küchen veranstalten und – zack – einen Moment später blitzen die Küchen schon wieder. Danke dafür!

Der Preis: eine Schürze mit allen Unterschriften

Neben Ruhm und Ehre gibt es bei der Küchenschlacht erstmal nichts zu gewinnen – aber: eine Schürze mit Küchenschlacht Logo und den Unterschriften aller Köche meiner Woche bekam ich dann als Andenken! Die werde ich auf jeden Fall in Ehren halten.

Foodbloggerin Tina Kollmann in grauer Die Küchenschlacht Schürze. #ZDF #kochshow

Alle Rezepte aus der Küchenschlacht:

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24 Kommentare

      1. Andrea Breitenfeld

        Liebe Tina,
        ich habe dich jetzt ein paar mal in der Küchenschlacht gesehen. Du kochst so toll und bist so sympatisch. Kompliment!

  1. Elke Görlach

    Ich bin schon lange Fan der küchenschlacht ,und jetzt auch einer von dir.Ich finde es ganz toll ,wie souverän du kocht.Viel Spaß und gutes gelingen wünsche ich dir.

  2. Eva Schmid

    Liebe Tina,
    ich möchte dir ein ganz dickes Kompliment aussprechen. Ich schaue die Küchenschlacht regelmäßig, aber du bist eine ganz besonders sympathische Kandidatin mit absolut tollen Kochfähigkeiten. Kompliment! Ich hätte dir jeden Tag den Tagessieg gegeben!!
    Ich hoffe sehr, dass du gewinnst und in die Championsweek einziehst und dann noch in das Jahresfinale und vielleicht den Sieg davon trägst!! Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen!!
    Deine fröhliche Art spiegelt sich auch in deinen Gerichten wieder, wie ich finde.
    Ganz liebe Grüße!

  3. Hans-Werner

    Bei der Suche nach Rezepten zu Kitchen Impossible bin ich schon seit längerem auf Deinen Blog gestoßen. Und auch hängen geblieben! Jetzt Dich „live“ in der Küchenschlacht zu sehen macht viel Freude und ich hoffe Du hast es in die nächste Runde geschafft. Das Ingwer-Chicken-Curry habe ich gestern nachgekocht. Lecker aber ich habe anderthalb Stunden dafür gebraucht. Respekt was Ihr nach 35 Minuten auf den Teller bringt.
    Herzliche Grüße aus Gostenhof!

    1. Tina

      Wie schön, dass Dir das Ginger-Chicken-Curry so gut geschmeckt hat. Nun ja, das erste Mal ist es denke ich normal, dass man etwas länger braucht – und ich bin wirklich mittlerweile einfach verdammt fix wenn es ums Schnippeln geht. Das macht viel aus.

      Liebe Grüße aus Wetzendorf,
      Tina

  4. Ann-Christin

    Liebe Tina,

    ein großes Kompliment dafür wie sympathisch und souverän du die Küchenschlacht meisterst. Ich bin seit Jahren Fan der Sendung und für mich bist du eine der inspirierendsten Kandidatinnen! Die Gnocchi und das Curry werde ich auf jeden Fall nachkochen. Ich drücke dir die Daumen für das Finale!!! PS: für mich bist du bislang die Favoritin für den Jahressieg. 🙂

    LG Ann-Christin

    1. Tina

      Vielen lieben Dank Ann-Christin,
      echt verrückt… der dritte Tagessieg war so toll. Mein Ziel war es einmal einen Tagessieg zu bekommen – mit meinem Ceviche, aber, dass ich vorher noch zweimal auf dem ersten Platz gelandet bin ist wirklich toll.

      Liebe Grüße,
      Tina

  5. Marja

    Gruss aus Helsinki!

    Ohne Küchenschlacht hätte ich nie Deine Seiten und tolle Rezepte gefunden. Ich werde hier im Norden einiges nach Dir probieren. Herzliche Glückwünsche, Du hast toll gekocht!
    Mit herzlichen Grüssen aus Helsinki/Finnland (sydämellisiä terveisiä Suomesta)

    Marja

  6. Marja

    Gruss aus Helsinki!
    Ohne Küchenschlacht hätte ich Deine Seiten nie gefunden! Tolle Rezepte. Ich werde sicher etwas probieren.
    Ich wüsche Dir alles gute!

    Mit herzlichen Güssen Marja aus Helsinki/Finnland

    Sydämellisin terveisin Marja Suomesta

  7. Melle

    Liebe Tina,
    zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz. Ganz ehrlich, mir würde so die Pumpe gehen, so dass mir sicherlich in der Küchenschlacht alles anbrennen würde. Ich habe diese Sendung noch nie mit so einer Begeisterung geschaut wie in dieser Woche, obwohl ich momentan dringend weiter für unseren Umzug packen und gleichzeitig meinen 9 Monate und krabbelbegeisterten Sohn betüddeln müsste. Aber man muss halt auch mal Prioritäten in seinem Leben setzen! Und ich habe mir auch noch nie den Blog eines Kandidaten angeschaut. Deine Rezepte sind super. Aber deine Fotos dazu hauen mich um. Liebe Tina, ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute. Bleib so wie du bist,
    Herzliche Grüße aus Hamburg,
    Melle

  8. Martin

    Hallo Tina,
    ich hätte darauf gewettet, dass du gewinnst, denn du bist die bessere Köchin, und ein Schweinebraten braucht für ich eine „deutsche“ Sauce. Nach dem 2.Tag habe ich sogar zu meiner Frau gesagt, DAS ist eine, die auch die Champions-Week gewinnen kann und auch im Jahresfinale ganz vorne sein wird.
    Etwas schade finde ich an deinem Artikel hier finde ich, dass du keine Interna erzählt hast. Wahrscheinlich darfst du das laut dem Vertrag nicht. Z. B. dass 2 oder 3 Folgen schon mal an einem Tag gedreht werden, dass bis zum Verkosten durch die Juroren schon mal 15 min vergehen, das Essen also fast immer kalt ist und ein zu rohes Fleisch durchziehen kann, ein Risotto aber anzieht.
    Ich halte mich für einen ambitionierten Hobbykoch und hätte mich bereits 3x bei der KS mit verschiedensten Rezepten beworben, aber noch nicht mal eine Antwort, geschweige denn eine Einladung bekommen. Das hat mich doch sehr geärgert, dass ich mich nie wieder beworben habe.
    Tina, mach so weiter, du bist eine tolle Köchin
    Liebe Grüße aus dem Rheinland
    Martin

  9. Ute

    Liebe Tina,
    ich (wir, die ganze Familie) hätte es Dir so gegönnt, zu gewinnen – Du hast toll gekocht und es auch verdient gehabt.
    Aber: es ist halt alles Geschmacksache! Mach Dir nichts draus, ich z.B. finde schon ganz lange Deinen Blog super!
    Vielen Dank auch dafür und herzliche Grüße

  10. heinbollow

    Liebe Tina,
    ich war schon sehr begeistert von dir in der Küchenschlacht und du warst nach dem ersten Tag meine Favoritin für den Wochensieg.Nun ist es anders gekommen. Deine offene und sehr liebe Art und Weise, sowie deine Ausstrahlung kamen zu mir ins Wohnzimmer rüber. Hoffe dich irgendwann nochmal im Fernsehn zu sehen, wünsche dir für deine Zukunft alles Gute und viel Gesundheit.
    Viele liebe Grüße,
    heinbollow

  11. nealich

    Liebe Tina, Dank der Küchenschlacht habe ich Deinen tollen Blog gefunden! Dein Post zu Deinen Erfahrungen mit den verschiedenen Kochsendungen MIT Teilnehmern gefällt mir sehr und ich finde es großartig, dass Du so objektiv bleiben kannst und keine persönliche Retourkutsche fährst. Sehr sympathisch und souverän hast Du jeden Tag gekocht und bist Dir und Deiner Küche treu geblieben, weiter so!!!
    Alles Liebe für Dich
    Katrin

  12. Werner

    Liebe Tina
    Du hast uns soviel Freude bereitet mit Deinen Kochkünsten und Deiner fröhlichen, unkomplizierten Art in der Küchenschlacht: Wir haben Dir alle Daumen gehalten und hätten Dir gerne noch eine Woche länger zugesehen und mit Dir mitgefiebert. Vielen herzlichen Dank
    Werner und Verena

  13. Peter

    Liebe Tina,
    Soeben habe ich dein Ginger-Chicken-Curry gekocht und genossen! Eine Geschmacksexplosion sondergleichen! WOW!
    Ich habe aber ein paar Wege gebraucht um Bockshornkleeblätter zu bekommen… aber es hat geklappt und vor allem es hat sich gelohnt!
    Sag mal , Tina, gibt es ein Kochbuch von dir?
    Liebe Grüße aus Frankfurt,
    Peter

    1. Tina

      Lieber Peter,
      ich freue mich total, dass Dir mein Ginger Chicken Curry so gut geschmeckt hat!
      Nein, ein Kochbuch gibt es von mir nicht, da muss ich dich enttäuschen.

      Liebe Grüße,
      Tina