Pasteis de Nata auf Holzbrett und grünem Untergrund

Pastéis de Nata zum Tag des Käsekuchens 2025

Es ist wieder soweit, heute am 30. Juli 2025 feiern wir den Tag des Käsekuchens und das nicht nur in Deutschland. Auf der ganzen Welt werden Käsekuchen gegessen. In USA der berühmte NY Cheesecake und in Portugal gibt es die Pastéis de Nata oder auch Pastéis de Belém. Es handelt sich um dabei um kleine Blätterteigtörtchen, die mit einer Konditorcreme gefüllt werden. Pastel de Nata bezeichnet übrigens den Singular – also ein Törtchen. Aber mal ehrlich – diese Köstlichkeiten sind so klein, da kann man auf jeden Fall mehr als eines essen.

Glaubt man Google, so ist die Definition von Käsekuchen ein Kuchen mit einer Füllung, die zu Hauptteilen aus Quark und Eiern besteht und dann mit Milch, Sahne oder Frischkäse vermischt wird. Nun, am Tag des Käsekuchens sehen wir das aber nicht ganz so eng – und Eier und Milch sind ja bei mir auch vorhanden.

Pastéis de Nata
Pasteis de Nata auf Holzbrett und grünem Untergrund

Woher kommen die Pastéis de Nata?

Vermutlich wurden die Blätterteigtörtchen schon vor dem 18. Jahrhundert von den Mönchen des Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymus-Kloster) in Belém, der heute ein Stadtteil von Lissabon ist, hergestellt. Im Jahre 1834 wurde das Kloster geschlossen und die Mönche verkauften ihr Rezept an eine Zuckerraffinerie.

Seit dem Jahr 1837 werden die Pastéis de Nata von der Konditorei Casa Pastéis de Belém unter dem Namen Pastéis de Belém hergestellt und vertrieben. Mittlerweile gibt die kleinen Törtchen aber natürlich an jeder Straßenecke in Lissabon und auch in anderen Teilen Portugals zu kaufen.

Die Cremefüllung ist im Prinzip ein Sahnepudding aus Eigelb, Zucker, Sahne („Nata“) und Mehl. Falls ihr Euch über das Mehl wundert – wir kochen Pudding üblicherweise mit Stärke, Mehl hat aber genau den gleichen Effekt und dickt sie Masse an. Besonders ist das Bestäuben mit Zimt nach dem Backen, was den Pastéis de Nata ihren besonderen Geschmack verleiht. Weil ich Zimt so gerne mag und es schade finde, ihn nur oben drauf zu streuen, gebe ich direkt noch etwas Zimt in die Sahne.

Pasteis de Nata auf grünem Teller und grünem Untergrund

Wie macht man selbst Blätterteig?

Man sagt, ein guter Blätterteig braucht 144 Schichten – und so gehts:

  • einfache Tour (drei Schichten)
  • doppelte Tour (vier Schichten)
  • einfache Tour (drei Schichten)
  • doppelte Tour (vier Schichten)

Zwischen dem Tourieren den Teig jeweils 30 Minuten kühl ruhen lassen. So entstehen die 144 Schichten des Blätterteigs: 3 x 4 = 12 | 12 x 3 = 36 | 36 x 4 = 144 Schichten.

Pasteis de Nata auf grünem Teller und grünem Untergrund
Pasteis de Nata auf Holzbrett und grünem Untergrund
Pastéis de Nata zum Tag des Käsekuchens 2025
Calories: 400kcal

Zutaten

Für die Puddingfüllung:

  • 130 g Rohrzucker
  • 400 g Sahne
  • 200 g Vollmilch
  • 30 g Mehl
  • 1 Zimtstange
  • Prise Salz
  • 5 Eigelb

Für den Blätterteig:

  • 160 g Mehl Typ 405
  • 50 g kalte Butter
  • 65 g kaltes Wasser
  • 65 g weiche Butter (für die Butterplatte)
  • 15 g Mehl Typ 405 (für die Butterplatte)

Außerdem zum Bestäuben:

  • Zimt
  • Puderzucker

Zubereitung

  • Die angegebene Menge ergibt 12 Stück Pastéis de Nata.

Blätterteig zubereiten

  • Hinweis: Blätterteig kann wunderbar ein oder zwei Tage vorher zubereitet werden.
  • Mehl und Butter für den Teig in eine Schüssel geben und miteinander verkrümeln. Erst dann das Wasser unterrühren bzw. kneten. Den Teig in Frischhaltefolie einschlagen und für 30 Minuten kühl stellen.
  • Währenddessen die weiche Butter mit dem Mehl für die Butterplatte verrühren, auf Frischhaltefolie zu einem Rechteck ausstreichen und solange kaltstellen, bis die Butterplatte fest geworden ist.
  • Dann den Teig in zwei gleich große Portionen aufteilen, zu Rechtecken ausrollen und die Butterplatte zwischen die beiden Schichten legen. Auf einer bemehlten Unterlage ausrollen. Nun folgen insgesamt 4 Touren mit jeweils 30 Minuten Kühlzeit dazwischen. Erst eine einfache Tour – der Teig wird gedrittelt übereinander gelegt und wieder ausgerollt. In Frischhaltefolie einschlagen und 30 Minuten ruhen lassen. Dann eine doppelte Tour – der Teig wird geviertelt übereinander gelegt, wieder ausgerollt, in Frischhaltefolie eingeschlagen und 30 Minuten kühl gestellt. Das ganze nochmals wiederholen: 3-fache Tour, kühlen, 4-fache Tour, kühlen – dann ist der Blätterteig fertig zum weiterverarbeiten. Ein Bild, wie das funktioniert findet ihr im Einleitungstext dieses Blogposts.
  • Den Blätterteig nun ca. 8 bis 10 mm dick ausrollen und dann längs zu einer Schnecke aufrollen.
    Blätterteig aufrollen
  • Diese in Frischhaltefolie packen und im Kühlschrank für 30 Minuten kalt stellen.
    Blätterteigrolle
  • Dann in 12 gleich dicke Scheiben schneiden…
    Blätterteig in Röllchen schneiden
  • und zu runden Kreisen ausrollen.
    Blätterteig flach rollen
  • Eine Muffinform einfetten und die Teigscheiben darein legen.
    Blätterteig in Muffinblech

Puddingcreme zubereiten

  • Sahne, Milch und Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Die Zimtstange so weit es geht zerbröseln um die Oberfläche zu erhöhen und mehr Geschmack herauszukochen, in den Topf geben, 5 Minuten sanft mitköcheln und dann solange ziehen lassen, bis die Flüssigkeit wieder Raumtemperatur angenommen hat. Durch ein Sieb abseihen.
    Puddingcreme im Topf
  • Wieder in einen Topf geben, das Mehl einrühren und unter ständigem Rühren aufkochen bis die Masse andickt. Salz zugeben. Die Masse vom Herd nehmen und auf ca. 80°C abkühlen lassen. In die heiße Masse die 5 Eigelb einrühren, die Eigelbe sollten nicht stocken.
    Puddingcreme zubereiten
  • Den Ofen auf 200°C Umluft aufheizen und die Puddingcreme auf die 12 Förmchen aufteilen. Im Ofen für 20 Minuten backen. Dann herausnehmen, den Ofen auf 230°C Umluft aufheizen und die Pastéis de Nata für weitere 5 Minuten backen. Dadurch wird die Oberfläche schön dunkel und karamellisiert. Der Blätterteig bekommt ebenfalls etwas Farbe.
    Pasteis de Nata vor dem Backen
  • Nach dem Auskühlen, am Besten noch lauwarm servieren, mit Zimt und Puderzucker bestäuben.
    Pasteis de Nata im Muffinblech

Lasst es Euch schmecken, eure Tina.

Pasteis de Nata auf Holzbrett und grünem Untergrund
Pasteis de Nata auf Holzbrett und grünem Untergrund

Wer mit mir den Tag des Käsekuchens 2025 feiert

Neben mir haben sich auch noch andere Blogger an feine Käsekuchenrezepte gewagt und diese zu Papier gebracht – klickt Euch mal durch und lasst Euch inspirieren:

Pasteis de Nata auf grünem Teller und grünem Untergrund
Pasteis de Nata auf Holzbrett und grünem Untergrund

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11 Kommentare zu „Pastéis de Nata zum Tag des Käsekuchens 2025“

  1. Caroline | Linal's Backhimmel

    So eine schöne Idee zum Tag des Käsekuchens! Pasteis de Nata gehen wirklich immer – außen knusprig, innen cremig. Da könnte ich mich direkt reinlegen!

  2. Wow, mit selbst gemachtem Blätterteig. Sportliche Anerkennung, Tina – ob ich es doch mal versuchen sollte? Ne vernünftige Anleitung hätte ich ja jetzt 😉

  3. Die kleinen Küchlein hatten wir auch oft in Lissabon und ich bin ein großer Fan davon. Echter Blätterteig ist noch eine Herausforderung für mich. Bei dir sieht es einfach perfekt aus!
    Vielen Dank für das Ausrichten des Events.
    Lieben Gruß Sylvia

  4. 5 Sterne
    Wow, 144 Schichten, das ist schon Wahnsinn. Deine Patéis de Nata sehen auf jeden sehr lecker aus. Gegessen habe ich bisher tatsächlich noch nie welche.
    Viele Grüße

    1. Ach wirklich? Mensch, da hast Du echt was verpasst. Wenn Dir die kleinen Köstlichkeiten mal über den Weg laufen, solltest Du auf jeden Fall zugreifen.
      Viele Grüße, Tina

  5. 5 Sterne
    Liebe Tina,
    woow, deine Pastéis de Nata sehen einfach lecker aus! Mit selbstgemachtem Blätterteig sind sie mit Sicherheit ein richtig köstlicher Genuss, wo ich gerne auch öfters zugreifen würde! 🙂
    Danke wieder für die Organisation.
    Liebe Grüße, Bettina

  6. 5 Sterne
    Liebe Tina, bei einem Aufenthalt in Lissabon gab es zum Frühstück Pastéis de Nata satt. Schade, dass ich heute nur Müsli bekomme. Super, dass du den Blätterteig selbst hergestellt hast. Dafür zolle ich dir Bewunderung und Respekt. Viel Grüße, Regina

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