Nusszopf auf weißer Keramikplatte.

Nusszopf

Diesen leckeren Nusszopf habe ich das erste Mal im März letzten Jahres gebacken. Damals hatte die Pandemie gerade begonnen und eine Freundin von mir Geburtstag. Als Überraschung backte ich diesen leckeren Hefezopf mit Nussfüllung. Und tatsächlich hatte ich damals ganz vergessen, den Nusszopf zu fotografieren. Höchste Zeit also, dieses leckere Gebäck nochmal zu backen und dann aber auch zu fotografieren.

Letztes Wochenende war es dann so weit. Für Sonntag wollte ich eh einen Kuchen backen, weil ich Besuch von einer Freundin bekam. Ihre Antwort auf meine Frage, was für einen Kuchen sie sich wünscht, kam „Nusszopf!“ Na perfekt, dachte ich. Dann habe ich ja nun endlich das Rezept für Euch parat.

Das Wichtigste bei Hefegebäck, ich kann es gar nicht oft genug sagen, ist Geduld. Denn Hefe braucht Zeit. Ich backe grundsätzlich mit wenig Hefe. Einen Würfel Hefe benutzt man üblicherweise für 500 g Mehl. Ich nehme für diese Mengen grundsätzlich nur einen halben Würfel. Warum? Weil 1. das Gebäck nicht so hefig schmeckt und 2. bekömmlicher ist. Zu viel Hefe macht Bauchweh und das will doch nun wirklich niemand.

Die Zugabe von weniger Hefe hat allerdings auch einen Nachteil: der Teig braucht länger zum Gehen. Für mich kein Problem, denn ich bin sowieso der total early bird und vorplanen und geduldig sein, macht mir nichts aus. Für einen spontanen Besuch ist mein Nusszopf allerdings nichts. Trotzdem hoffe ich, dass Euch mein Nusszopf genauso gut schmeckt und ihr die Nussfüllung mit der leichten Schokoladennote durch den Kakao lecker findet.

Nusszopf auf weißer Keramikplatte.
Nusszopf
Calories: 450kcal

Zutaten

Für den Teig:

  • 500 g Mehl
  • 100 g flüssige Butter
  • 110 g Zucker
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 130 ml lauwarme Vollmilch
  • Prise Salz
  • 1 Ei (Größe M)

Für die Nussfüllung:

  • 100 g Haselnüsse gehackt
  • 100 g Haselnüsse gemahlen
  • 100 g Mandeln gemahlen
  • 1 EL Kakao
  • 40 g Puderzucker
  • 60 ml Schlagsahne
  • 1 EL flüssige Butter
  • 1 Ei (Größe M)

Für die Glasur:

  • 100 g Puderzucker
  • 2 cl Zitronensaft
  • 2 cl Amaretto

Zubereitung

  • Löst die Hefe in der lauwarmen Milch auf und gebt diese zu den restlichen Zutaten für den Teig. Verknetet alle Zutaten zu einem glatten Teig. Hier könnt ihr schon gründlich für ein paar Minuten zulangen. Der Teig sollte schön glatt und elastisch sein. Formt aus dem Teig dann eine Kugel und lasst diese zugedeckt für ca. 1 Stunde gehen. Das Volumen sollte sich dabei verdoppeln.
  • Vermischt zunächst alle trockenen Zutaten für die Nussfüllung miteinander. Gebt erst dann Sahne, Butter und Ei hinzu.
  • Rollt den Hefeteig auf die Größe eines Backblechs aus und streicht die Nussfüllung auf den Teig. Lasst auf einer Seite ca. 5 cm Teig frei. Rollt den Teig dann zu einer länglichen Rolle und drückt den Teig am Ende fest zusammen.
  • Schneidet die Rolle einmal längs in der Mitte durch und legt aus den zwei Teigstängen nun den Zopf. Dafür einfach die Teigstränge abwechselnd übereinander legen. Die Enden drücke ich fest zusammen und "verstecke" sie auf der Unterseite. Lasst den Zopf nun so geformt für eine weitere Stunde gehen. Hier geht der Teig nur noch sehr wenig auf.
  • Heizt den Ofen auf 180°C Ober-Unterhitze vor und backt den Nusszopf für 35 bis 40 Minuten.
  • Verrührt den Puderzucker mit Zitronensaft und Amaretto und streicht den Nusszopf direkt nach dem Backen noch heiß mit der Glasur ein. Lasst ihn dann abkühlen.

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Lasst es Euch schmecken, eure Tina.

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19 Gedanken zu „Nusszopf“

  1. 4 Sterne
    Das hier schon erwähnte Problem das der Teig nicht so gut aufgegangen ist, und der Teig als bockig bezeichnet wurde kann ich auf folgendes Problem zurückführen denn bei mir war es auch so, der Teig ist zu fest wenn er nach Rezept gemacht wird. Ein Hefeteig sollte mindestens Auf 100 Teile Mehl 60 Teile Flüssigkeit haben. Also mindestens 300 ml in diesem Rezept.

    Die haben wir aber, auch wenn man Milch Ei und flüssige Butter zusammen nimmt nicht.

    Dann kann der Teig auch nicht gut aufgehen. Hab ich aber leider auch erst bemerkt als es zu spät war, und ich mit dem Arbeiten musste was ich hatte…

    Der Nussmasse hab ich auch noch weitere Sahne hinzugefügt um sie gut streichfähig zu machen ansonsten wär es unnötig schwierig gewesen sie einfach zu verstreichen.
    Ich habe der Masse auch noch weiteren Zucker und eine Prise Zimt hinzugefügt, aber das ist reine Geschmackssache.

  2. Hallo! 5 Sterne für die Optik- habe den Zopf 2x gebacken und habe dafür Bewunderung geerntet. Allerdings ist er bei mir beide Male wirklich Null aufgegangen und der Teig ist auch nicht sehr elastisch sondern eher bockig und zäh..woran könnte das liegen? Ich habe ihn auch lange in der Teigmaschine geknetet, also er wurde auf jeden Fall genügend bearbeitet..

    1. Hallo Melanie,
      wenn dein Zopf nicht aufgeht, liegt es an der Hefe. Diese muss aktiv sein – das kannst Du relativ einfach überprüfen, in dem Du die Hefe in der Milch mit etwas Zucker auflöst und einfach mal 15 Minuten stehen lässst. Bilden sich Bläschen oder sogar ein Schaum, ist die Hefe aktiv und du kannst weitermachen (das gilt übrigens für alle Hefe-Rezepte). Klappt es nicht, hast Du nur Milch und Hefe zum wegschütten und kannst nochmal von neuem beginnen. Je nach Luftfeuchtigkeit, und Luftdruck (ja wirklich) verhält sich Hefe anders und manchmal ist einfach der Wurm drin. Ich hoffe, das nächste Mal klappt es.
      Viele Grüße, Tina

  3. 5 Sterne
    Liebe Tina,
    vielen Dank für dieses weitere tolle Rezept :-). Es war tatsächlich mein erster Nusszopf, und ich bin begeistert von dem Ergebnis. Der Nusszopf hat genau die richtige Süße, schmeckt schön nussig und war auch noch an Tag 3 saftig.

      1. Hallo zusammen!

        Hier gibt es ein tolles Rezept und viele Menschen haben schon geantwortet.

        Bei manchen Bäckern geht der Teig nicht auf, zum Beispiel. Es liegt nicht nur am Luftdruck und der Temperatur.

        Welches Mehl wurde denn eigentlich verwendet? Habe ich da etwa was übersehen?

        Nicht jedes Mehl verhält sich gleich!

  4. 5 Sterne
    Hallo,
    ich habe das Rezept schon mal bewertet, obwohl der Zopf noch im Ofen ist.
    Aber ich bin so begeistert von dem Teig.
    Fluffig, weich und so geschmeidig. Riecht überhaupt nicht nach Hefe.
    Interessant für mich zu erfahren, dass es nur ein halber Würfel an Hefe sein darf.
    Mache sonst viel Freestyle; heute habe ich mich zu 100a% an das vorgegebene Rezept gehalten. Bin schon sehr gespannt, auf das Endergebnis.
    Dein Blog ist sensationell……
    Liebe Grüße aus der Altstadt; quasi um die Ecke.
    Claudia

    1. Hallo Claudia oder sollte ich besser sagen: Nachbarin?!

      Ich freue mich total, dass Dir der Teig so gut gelungen ist und er eben nicht nach Hefe riecht, das mag ich nämlich auch nicht. Bin schon gespannt, wie es Dir schmeckt!

      Liebe Grüße,
      Tina

  5. 5 Sterne
    Danke für das Rezept, den muss ich auch mal probieren! Bin gespannt, weil in der Vergangenheit die Nussfüllungen von anderen Rezepten leider immer recht trocken ausfielen.
    LG

    1. Mir waren auch die Nussfüllungen fast immer zu trocken – deshalb hab ich sie extra saftig gemacht 😉
      Ich bin gespannt, wie Dir mein Rezept mundet.
      Liebe Grüße,
      Tina

  6. 5 Sterne
    Habe den Nusszopf am Osterwochenende nachgebacken, wirklich ein sehr leckeres Rezept, genau so soll ein Nusszopf sein! Liebe Tina, danke für das Rezept!

  7. Kleiner Tipp: Teig und Zopf ohne gehen fertig vorbereiten und in den kalten Ofen geben. 10 min bei 100 Grad, 10 min bei 150 Grad und 10 min bei 210 Grad.
    Mein Geheimrezept für schnelle Hefeteilchen.

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