Gondoliere im Canale Grande.

Kulinarisch durch Venedig – San Marco und Rialto

Wir fliegen Ende Mai für 4 Tage nach Venedig und streifen durch die Stadt – immer auf der Suche nach dem besten und authentischten Essen, den tollsten Inhabergeführten Läden zum shoppen und tollen Ecken für schöne Fotos der Stadt mit den winzigen und verwinkelten Gassen. In diesem Blogpost möchte ich Euch meine kulinarischen Highlights zeigen, fernab der Touristenströme. Ich habe traditionelle Bäckereien, schöne kleine Cicchetterien und Bistros entdeckt. Alle diese schönen Orte möchte ich Euch auf meinem Blog vorstellen – in meiner 4-teiligen Venedig Reportage.

4-teilige Reisereportage – 4 Tage in Venedig

In meiner Venedig-Reportage verrate ich Euch meine Tipps für die besten Restaurants! Wo gibt es die größte Vielfalt an Cichetti, wo den besten Fisch und wo das leckerste Eis? Wo essen die Venezianer fernab vom Touristennepp? Meine Restauranttipps für leckeres und authentisch-venezianisches Essen habe ich Euch in meinen Reiseberichten zusammengestellt und führe Euch so kulinarisch durch dei Lagune. Zusätzlich zeige ich Euch schöne Orte, verwinkelte Gassen und ein paar ungewöhnliche Blickwinkel in Venedig.

Wir fliegen von Nürnberg nach Venedig – von dort geht es mit Alilaguna per Wasser in die Lagune. Ein Ticket kostet 27€ für Hin- und Rückfahrt und das Ticket ist 30 Tage lang gültig – kaufen kann man das Ticket ganz easy am Automaten im Flughafen. Da in Venedig selbst die Wege sehr kurz sind, steigen wir an der Haltestelle Ospital aus und laufen von dort die 700 m zu unserem Hotel La Laconderia. Auf dem Weg kommen wir an einer ganz besonderen Bücherei vorbei Libreria Acqua Alta – die schönste Bücherei der Welt und schräg gegenüber, in der Calle Bragadin o Pinelli erregt ein kleiner Schmuckladen meine Aufmerksamkeit – die Künstlerin selbst fertig hier den Schmuck an und ich kaufe mir direkt ein paar Ohrringe und die passende Kette dazu.

Typisch venezianische Tapas – Cicheti

Typisch venezianisches Essen hat nichts mit Pizza zu tun. Hier in der Lagune isst man vor allem Fisch! Am einfachsten in Form von Cicheti (oder auch Cikketti geschrieben) – ähnlich wie Tapas sind das kleine Häppchen die man mit einem Glas Vino genießt. Die kleinen Häppchen bekommt man an jeder Ecke: Cafe, Pub, Restaurant, Weinstube – sogar im Kiosk. Typisch sind zwei Varianten: Eine Scheibe Baguette oder eine Polenta-Schnitte mit Belag. Eine traditionell venezianische Spezialität sind Gamberi/Sarde con SAOR – eine Polentaschnitte die mit säuerlich-eingelegten Zwiebeln mit Rosinen und einer Garnele/Sardine belegt werden – es schmeckt himmlisch.

Cicheti im SEPA

Besonders schön finden wir die Weinbar SEPA. Hier gibt es Cicheti bzw. Cikketti und Risotto, dazu lokale Biere und lokalen Wein. Leitungswasser gibts aus einem Hahn an der Wand zum selber zapfen. Die Auswahl an Cicheti ist riesig – ca. 15 verschiedene Varianten stehen jeden Tag bereit. Man steht hier entweder an Eichenfässern oder Holzablagen an der Wand und genießt Essen und Wein oder Bier – ganz ungezwungen – im Stehen. Entsprechend jung ist auch das Publikum. Wir finden das SEPA toll um dort einen Abend zu beginnen oder am Nachmittag einen Snack einzunehmen.

Eis essen im SUSO

Das beste Eis der Stadt gibt es hier – im SUSO. Im Internet kann man sich die besonderen Sorten schon mal ansehen, während man in der Schlange steht – mit ca. 5 bis 10 Minuten Wartezeit müsst ihr hier grundsätzlich rechnen. Wir probieren Manet (Gianduja, Salz und Pistaziencreme), Bagigi Peanut, Tiramisu und Marosticana – wow – so gutes Eis habe ich tatäschlich bisher seltenst gegessen gegessen. Wir werden uns hier jeden Tag eine Waffel mit Eis holen – es gibt schließlich nichts besseres als den Tag mit einer leckeren Kugel Eis zu beschließen, oder?!

Törtchen im Rosa Salva

Das schönste Hotel in Venedig, das Rosa Salva, und leider oft ausgebucht – wir hatten nicht das Glück noch ein Zimmer zu ergattern, dazu war unser Venedig Aufenthalt zu spontan geplant. Jedoch kann man im Café auch als Nicht-Hotelgast frühstücken oder am Nachmittag einen Espresso und ein süßes Petit Four zu sich nehmen. Kekse, Gebäck, Kuchen, Torten, Eclair – hier gibt es alles das Herz begehrt. Wir bestellen einen Espresso und eine Schokoladenschnitte für 3,70€ und nehmen die Leckereien auf der Straße an Barhockern und erhöhten Holztischen zu uns.

Essen und Drinks im Pane Vino e San Daniele Rialto

Fern ab vom Trubel im Stadtteil Rialto, noch hinter dem Fischmarkt liegt das Pane Vino e San Daniele Rialto. Diese kleine Osteria liegt total unscheinbar am Ende einer Stichstraße, die aber doch keine ist, weil es in Venedig doch überall noch eine 1 m breite Gasse gibt. Als wir gegen 18:00 Uhr ankommen sitzen einheimische ältere Damen an den Tischen, rauchen & trinken und diskutieren lauthals. Am Nebentisch wird bei einem Glas Wein philosophiert. Wir nehmen erst mal einen Aperol bzw. Select Spritz und einer Olive am Spieß. Dazu wird direkt ein kleines Schälchen Chips serviert.

Gegen 20 Uhr werden wir langsam hungrig, weil wir das Essen an den Nebentischen sehen und es wirklich gut aussieht. Wir bestellen. Als Cikketti starten wir mit Oliven All`Ascolana – die habe ich ja schon mal aus Kitchen Impossible nachgekocht. 4 von den gefüllten Oliven am Spieß kosten 2€. Dann fragen wir den Kellner, was es hier typisch venezianisches zu essen gibt und er empfiehlt uns zwei Gerichte: Bigoli in salsa (frische, hausgemachte Pasta mit Zwiebeln und Anchovis) und Frico con San Daniele (ein Kartoffelkuchen mit Zwiebeln, Montasio Käse und Zwiebeln, darauf San Daniele Schinken & gepickelte Zwiebeln) – einfach köstlich! Wir sind total begeistert von der Pasta und dem Frico – und in den nächsten Tagen werden wir auch nirgends mehr ein Frico auf der Karte sehen! Unbedingte Probier-Empfehlung! Am Ende zahlen wir für 2 Flaschen Wasser, 3 Drinks, 2 Hauptgerichte und eine Vorspeise gerade mal 54€ – einen Limoncello gibt es noch aufs Haus. So entspannt, so schön, so lecker.

Am nächsten Tag geht es nach Murano, auf die Glasbläser-Insel und abends wieder in den Stadtteil San Marco zum Abendessen.

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