Fränkisches Hutzelbrot

Eine echte Weihnachtstradition und aus Nürnberg, ähnlich wie der Elisenlbekuchen, nicht wegzudenken: Fränkisches Hutzelbrot. Dieses Gebäck kennen Nicht-Ortskundige vermutlich unter dem Namen Früchtebrot. Jedoch, ist das fränkische Hutzelbrot etwas Besonderes, denn es hat seinen Namen nicht von ungefähr – die berühmte Zutat, die dem Weihnachtsgebäck seinen Namen verleiht sind die Hutzeln – allgemein auch als Dörrbirnen bekannt.

Mein Liebster kann sich Weihnachten ohne Früchtebrot nicht vorstellen und auch für mich gehört es einfach in die Adventszeit, auch wenn ich es lieber zu Käse esse, als eine Scheibe pur zum Frühstück zu essen. Ein kräftiger Bergkäse oder frische Sauerrahmbutter auf einer Scheibe fränkischem Hutzelbrot finde ich genial.

Ich kaufe gerne regional und unterstütze damit die Tradition vor Ort, daher möchte ich Euch gerne drei tolle Familien vorstellen, die regionale Produkte produzieren, die ich in meiner Küche verwende. Disclaimer: Ich werde für diese Empfehlung nicht bezahlt.

Wo kann man Hutzeln kaufen?

Familie Hümmer betreibt die letzte Hutzelproduktion in Fatschenbrunn. Eine Jahrhunderte alte Tradition, die 30 Hutzeldärren bis in die 80er Jahre das Überlegen sicherte. Familie Hümmer ist die letzte Familie, die diese Tradition noch aufrecht erhält. Die Hutzelproduktion sorgte für den Erhalt und die Pflege der Birnbäume, die die fränkische Kulturlandschaft prägten. Mit über 100 eigenen Birnbäumen sorgt Familie Hümmer zum Glück für das Weiterleben dieser Tradition.

Die Hutzelbirnen (Dörrbirnen) wurden früher in die ganze Welt geliefert und dienten zum Beispiel als Schiffsproviant. Später fanden sie in großen Mengen bei den Nürnberger Lebkuchenherstellern Verwendung.

Im Onlineshop Hutzeln aus Fatschenbrunn könnt ihr die gedörrten Früchte kaufen.

Wo kann ich regionale Haselnüsse kaufen?

In Haag bei Kammerstein kaufe ich meine Haselnüsse bei Familie Spachmüller. Der kleine Hofladen hat allerlei leckeres rund die selbst angebauten Haselnüsse zu bieten wie z.B. selbst gebackene Kekse oder Nussöle, dazu gesellt sich ein feines Sortiment an selbst eingelegtem Gemüse wie z.B. Spargel und Obst und Gemüse von den eigenen Feldern. Der Haager Hofladen hat keinen Onlineshop, aber ein Anruf genügt um eine Bestellung zu tätigen. Die gerösteten Haselnüsse gibt es in 100 und 200 g Portionen zu kaufen. 200 g Haselnüsse kosten 6,70€.

Familie Stiegler betreibt den Haselnusshof FrankenGenuss – neben selbst angebauten Haselnüssen bekommt man im Onlineshop auch Eierlikör mit Eiern von den eigenen Hühnern, die sich zwischen den Haselnusssträuchern besonders wohl fühlen. Außerdem gibts dort den besten Haseluss-Nougat-Aufstrich zu kaufen.

Fränkisches Hutzelbrot
Calories: 350kcal

Zutaten

  • 750 g Trockenfrüchte (z.B. Birnen, Zwetschgen, Aprikosen, Pflaumen, Cranberries, Rosinen, Feigen)
  • 100 g Orangeat & Zitronat
  • 100 g gehackte Haselnüsse
  • 300 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 10 g frische Hefe
  • 20 g Zucker
  • Prise Salz
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 400 ml Wasser

Zubereitung

  • Die angegebene Menge ergibt ein fränkisches Hutzelbrot für eine Standard Kastenform mit 30 cm Länge.
  • Die Trockenfrüchte klein schneiden und mit dem heißen Wasser übergießen. Für mind. 1 Stunde ziehen lassen. Dann abseihen und die Flüssigkeit (Sud) auffangen. 250 ml davon benötigen wir für den Teig. Falls es zu wenig Flüssigkeit ist, kann einfach mit Wasser aufgefüllt werden.
  • Die Hefe in dem noch lauwarmen Sud auflösen und mit Mehl, Lebkuchengewürz, Salz und Zucker zu einem glatten Teig verkneten. Dann die Trockenfrüchte und Nüsse hinzugeben und unter den Teig mischen. Diesen nun an einem warmen Ort für mind. 1 Stunde gehen lassen. In dieser Zeit sollte sich das Volumen etwas vergrößert haben.
  • Eine Kastenkuchenform mit Backpapier auslegen und den Teig hineinstürzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C Umluft für 45 Minuten backen.
  • Das Früchtebrot aus der Form nehmen und komplett auskühlen lassen. In Backpapier verpackt hält es sich gut 2 bis 3 Monate frisch.
  • Besonders lecker schmeckt das fränkische Hutzelbrot zu kräftigem Hartkäse oder mit Butter bestrichen.

Lasst es Euch schmecken, eure Tina.

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