Geht es Euch auch so, dass gewisse Gerichte bei Euch Urlaubserinnerungen wecken? Bei mir ist das mit Gulaschsuppe so. Da denke ich sofort an Berge, Schnee, Skifahren und die warme Suppe auf den gemütlichen Hütten. Diesen Geschmack, wollte ich in eine Suppe bringen und das ist mir bei meiner Gulaschsuppe mit Paprikamark sehr gut gelungen. Wundert ihr Euch über Paprikamark? Ja genau, denn statt Tomatenmark nutze ich selbiges aus Paprika und mache damit sogar noch direkt das edelsüße Paprikapulver überflüssig. Obwohl ich nämlich immer wieder neue Lebensmittel ausprobiere hänge ich dann am Ende doch immer wieder an den selben Produkten und das wollte ich schon lange ändern. In unserer globalen Welt gibt es so viele leckere Zutaten zu entdecken, die wir in unseren Alltag integrieren sollten.
Das Paprikamark stand schon lange in meinem Vorratsschrank, denn ich habe es für ein türkisches Rezept gebracht: Cig Köfte aus Kitchen Impossible. In der türkischen Küche ist Paprikamark eine Standard-Zutat und ich finde, das sollte es auch in der deutschen Küche werden.
Inspiriert von Max Stiegl, einem großartigen Koch, der am Neusiedler See in Österreich kocht, habe ich meine Gulaschsuppe mit slawischen Gewürzen verfeinert: Kümmel, Majoran, Lorbeer und reichlich Knoblauch! Die Wichtigste Zutat bei Max – der Sliwowitz (oder auch Slivovice alias Zwetschgenschnaps) – darf natürlich auch in meiner Gulaschsuppe mit Paprikamark nicht fehlen.

Zutaten
- 550 g Rindfleisch aus der Keule
- 700 g Spitzpaprika
- 700 g weiße Zwiebeln
- 600 g festkochende Kartoffeln
- 60 g frischer Knoblauch (ca. 12 Zehen)
- 5 EL Olivenöl
- 100 g Paprikamark
- 2 TL Majoran gerebelt
- 1 TL Kümmel gemahlen
- 2 Lorberblätter
- 1/2 TL Pfeffer schwarz
- 3 Geste .TL Salz
- 4 cl Zwetschgenschnaps
- 1,8 Liter Wasser
Zubereitung
- Die angegebene Menge ergibt 6 bis 8 Portionen Gulaschsuppe mit Paprikamark.
- Rindfleisch in ca. 2 cm große Würfel schneiden und in einem großen Topf (5 Liter) in 2 EL Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten. Dann das Fleisch herausnehmen und in einer Schüssel parken.
- Zwiebeln in grobe Würfel schneiden und unter Zugabe von 2 EL Olivenöl langsam, auf mittlerer Stufe, braten, bis die Zwiebeln karamellisiert sind. Das dauert gut 20 bis 30 Minuten. Währenddessen den Knoblauch fein hacken und nach ca. 15 Minuten hinzugeben. Immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Anschließend Zwiebeln & Knoblauch aus dem Topf nehmen und ebenfalls zum Fleisch geben.
- Die Spitzpaprika in mundgerechte Stücke schneiden und im Topf auf mittlerer bis hoher Hitze von allen Seiten anbraten. Immer gut rühren. Sobald die Paprika fertig sind aus dem Topf nehmen und in einer separaten Schüssel parken.
- Nun den letzten EL Olivenöl in den Topf geben und das Paprikamark darin auf mittlerer Stufe anrösten. Alle Gewürze hinzugeben und ebenfalls anrösten. Jetzt müsst ihr vorsichtig sein, damit nichts anbrennt. Sobald alles schön angeröstet ist mit dem Zwetschgenschnaps ablöschen, kurz warten, bis dieser verdampft/eingekocht ist und dann alle vorher angebratenen Zutaten (außer den Paprika) hinzugeben. Mit dem Wasser aufgießen und zugedeckt für ca. 1,5 Stunden auf leichter Flamme köcheln. Macht einen Test, ob das Fleisch schon zart ist, falls nicht, weiter köcheln, bis das der Fall ist.
- Die Kartoffeln schälen und in kleine, ca. 2 cm große Würfel schneiden. Sobald das Fleisch zart ist kommen Paprika und Kartoffeln in den Topf und köcheln nun für ca. 20 bis 30 Minuten.
- Die Gulaschsuppe auf Tellern anrichten, wer mag serviert noch eine Scheibe Bauernbrot dazu.
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Lasst es Euch schmecken, eure Tina.





